Ungarns Premier Orban: „Töten an der Front stoppen, sofortiger Waffenstillstand“
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Mit bemerkenswerten Aussagen lässt Ungarns Regierungschef Viktor Orbán aufhorchen. Wenige Tage vor Beginn der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft erklärt er die Beendigung des Ukraine-Krieges zu einem seiner obersten Ziele: „Es geht darum, das Töten an der Front zu stoppen”, sagte er. Dabei setzt der Premier auf eine Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und dessen Vermittlerrolle.
Orban stand Journalisten der Funke-Mediengruppe Rede und Antwort. Und sprach dabei wie gewohnt Klartext: „Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist völlig inakzeptabel und verletzt die Grundsätze der internationalen Beziehungen”, sagte der Premier. Und weiter: „Es muss aber jetzt darum gehen, das Töten an der Front zu stoppen." Die Beendigung des Krieges sei deshalb einer der wichtigsten Punkte der am 1. Juli beginnenden ungarischen EU-Ratspräsidentschaft.
Bei seinen Plänen setzt Orban auf eine Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November und wünscht sich, dass dieser die Richtung vorgibt: „Hört zu, wir stoppen morgen früh das Töten und verhandeln.”

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán lässt aufhorchen.
Ob sich die Ukraine für den Fall eines Waffenstillstands auf den Verzicht eigenen Territoriums einlassen müsse – so wie von Russlands Präsident Wladimir Putin bislang stets gefordert – ließ Orban offen. Wie Moskau auf eine entsprechende Verhandlungsoffensive reagieren würde, wisse auch er nicht, sagte Orban: „Wir haben es nie versucht. Das ist noch ein Grund, warum ich für Donald Trump bin.”
Orban: „Ziel ist es, dass alle in Friesen leben können"
Orban gab sich in dem Interview neutral. Ihm gehe es weder um die russischen noch um die ukrainischen Interessen. Für ihn stehe im Vordergrund, durch einen Waffenstillstand neue Spielräume zu erhalten, um einen Friedensplan entwickeln zu können, der für alle Seiten akzeptabel sei. Auch für die EU.
„In diesem Krieg geht es darum, das Recht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft zu sichern – was Russland absolut ablehnt und der Westen absolut unterstützt. Aber wollen wir eine NATO-Flagge auf der Krim? Niemand hat das wirklich geklärt”, sagte der Premier. Stattdessen finanziere man den Tod junger Ukrainer: „Wäre die Ukraine allein, gäbe es schon lange einen Waffenstillstand, zeigte sich Orban überzeugt.
Schlussendlich gehe es um eine europäische Sicherheitsarchitektur, „in der wir alle friedlich leben können”, so Orban: „Russland muss dabei Teil der europäischen Sicherheitsordnung sein.”
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