US-Gericht segnet Deal ab: WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist frei
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24 Stunden nachdem Julian Assange (52) das Hochsicherheitsgefängnis bei London, in dem er fünf Jahre inhaftiert war, verlassen hat, ist der Deal durch: Ein US-Gericht hat den Deal zwischen dem WikiLeaks-Gründer und der US-Justiz im Zusammenhang mit Spionagevorwürfen abgesegnet und damit seine Freilassung besiegelt. Demnach kommt der gebürtige Australier im Gegenzug für ein Schuldbekenntnis nach seiner in Großbritannien verbüßten Haft auf freien Fuß.
Das berichteten die BBC und der britische Guardian Mittwochfrüh übereinstimmend aus dem Gerichtssaal auf der Marianen-Insel Saipan, einem US-Außengebiet im Pazifik. Die zuständige Richterin Ramona Manglona sagte nach Angaben der anwesenden Reporter, Assange könne „den Gerichtssaal als freier Mann verlassen“.
Weltweit forderten Menschen die Freilassung des WikiLeaks-Gründers.
Der Journalist, Politaktivist und Gründer sowie Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks aus Townsville City ist der Protagonist eines großen Spionageskandals. 2006 hatte Assange die Plattform WikiLeaks gegründet, mit der Mission, Whistleblower zu unterstützen und verborgene Informationen ans Licht zu bringen. Von 2010 an veröffentlichte WikiLeaks geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan der Whistleblowerin Chelsea Manning. Die USA warfen Assange in der Folge vor, geheimes Material gestohlen, veröffentlicht und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben.
Julian Assange walks free.
— WikiLeaks (@wikileaks) June 26, 2024
Photograph: Kim Hong-Ji/Reuters pic.twitter.com/7S9Vlj9lws
Die US-Justiz wollte Assange lange Zeit den Prozess wegen Spionagevorwürfen machen – mit einer Strafe von bis zu 175 Jahren Haft. Stattdessen handelte er mit der US-Justiz zuletzt jedoch einen Deal aus und bekannte sich nun der Verschwörung zur unrechtmäßigen Beschaffung und Verbreitung von geheimen Unterlagen schuldig. Laut Medienberichten legte Richterin Manglona nun fest, dass als Strafmaß jene Zeit gelte, die der Internetaktivist bereits im Londoner im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh verbüßt hat.
Potenzielle Haft in den USA bleibt ihm erspart
Durch den Justiz-Deal bleibt Assange ein Prozess und potenziell weitere Haft in den USA erspart. Die Vereinigten Staaten hatten bisher seine Auslieferung aus Großbritannien verlangt. Stattdessen kann Julian Assange nun in seine Heimat zurückkehren. Von Saipan aus will er direkt weiter nach Australien reisen, wie WikiLeaks auf der Plattform X mitteilte.
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