Vielfliegerin fürs Weltklima: 153.000 Euro Reisekosten für Staatssekretärin Jennifer Morgan ... finanziert vom Steuerzahler
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Für das Weltklima ist sie weltweit im Einsatz: Als Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik reist Außenamts-Staatssekretärin Jennifer Morgan um die Welt. Doch wie sehr diese Reisen das Weltklima belasten, darüber hüllt sich das Auswärtige Amt in Schweigen. Am 6. Dezember 2023 hatte NIUS schriftlich in der Pressestelle des Ministeriums angefragt, wieviele Reisen die Klimabeauftragte seit der Amtseinführung unternommen und wieviele Kilometer sie geflogen sei. Drei telefonische Nachfragen, eine Erneuerung der schriftlichen Anfrage - keine Reaktion, kein Rückruf, keine Mail.

Jennifer Morgan ist als Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Einsatz.
Doch nicht nur auf Presseanfragen reagiert das Auswärtige Amt abwehrend, auch eine parlamentarische Anfrage der parteilosen Bundestagsabgeordneten Joana Cotar beantwortete das Baerbock-Ministerium eher ausweichend: „Die angefragten Daten zu Dienstreisen von Staatssekretärin Jennifer Morgan, der zurückgelegten Flugkilometer und den Reisekosten stehen für die Jahre 2022 und 2023 nur zum Teil für eine elektronische Auswertung zur Verfügung“, schreibt Morgan selbst über sich in der dritten Person in der Antwort an Cotar, die NIUS vorliegt.
Der Grund: „Zur Beantwortung der Frage der zurückgelegten Flugkilometer müssten sämtliche Kreditkartenabrechnungen und die ausgestellten Flugtickets manuell gezogen, geprüft und die angefragten Daten differenziert nach Reise und Person zusammengestellt werden. Dies ist mit zumutbarem Aufwand innerhalb der Beantwortungsfrist nicht möglich.“ Eine Ministerialbuchhaltung, die die Reisekosten ihrer Mitarbeiter nicht präsent hat? Da Morgan die Reisen kaum selbst bezahlt haben wird, eine eher zweifelhafte Behauptung.

Die parteilose Abgeordnete Joana Cotar kritisiert die Doppelmoral der Regierung.
Einige Daten gibt Morgan in dem Schreiben dann aber doch preis: "Die Auswertung der Dienstreisen ergab, dass Frau Staatssekretärin Jennifer Morgan seit Dienstantritt 31 Dienstreisen per Flugzeug durchgeführt hat. Hierdurch entstandene Dienstreisekosten sind in Höhe von 152.644,73 Euro abgerechnet worden. Sämtliche Dienstreisen von Frau Staatssekretärin Jennifer Morgan dienten der Schaffung und Vertiefung strategischer Partnerschaften und der Vorbereitung eines erfolgreichen Verhandlungsergebnisses der Klimakonferenz COP28. Mit freundlichen Grüßen Jennifer Morgan“.
Eine Darstellung, die Joana Cotar weder befriedigend noch glaubwürdig findet. Gegenüber NIUS sagte sie: „Der Versuch der Bundesregierung, die Flugkilometer ihrer üppig bezahlten Chef-Klimaretterin zu verschleiern, ist durchsichtig und peinlich. Fakt ist: Hier wird intensiv ausgelebt, was allen anderen verboten oder unbezahlbar gemacht werden soll. Das ist asozial hoch drei.“
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