Wärmepumpen, E-Autos, Kompost in Togo: Was wir alles über den CO2-Preis an der Zapfsäule bezahlen
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Die explodierenden Spritpreise in Deutschland mit dem Preistreiber Iran-Krieg haben eine große Debatte darüber ausgelöst, wie viel Steuern und Abgaben der Staat pro Liter Sprit kassiert. Im Fokus ist nun unter anderem der CO2-Preis, der pro Liter Benzin mit bis zu 18,6 Cent und pro Liter Diesel mit bis zu 20,5 Cent zu Buche schlägt. Und die Frage: Was wird damit – also mit genau diesen Zusatzkosten deutscher Autofahrer an der Zapfsäule – eigentlich alles finanziert?
Alle Einnahmen aus dem CO2-Preis fließen in den sogenannten „Klima- und Transformationsfonds (KTF)“. Aus diesem Geldtopf sollen im laufenden Jahr insgesamt 37,4 Milliarden Euro in Klima-Projekte aller Art fließen – mehr als die Hälfte des Geldes wird über den nationalen CO2-Preis und den der EU eingesammelt. Es lässt sich also sagen: Deutsche Autofahrer bezahlen an der Zapfsäule mit dem CO2-Aufschlag Klima-Projekte in Deutschland – und der Welt.

Das sind die größten Posten im KTF.
Die größten Posten:
12 Milliarden Euro fließen in die Förderung von Wärmepumpen und den dazu oft notwendigen energetischen Sanierungen von Gebäuden – hinzu kommen knapp 200 Millionen Euro für Energieberatungen. Mit insgesamt 10,5 Milliarden Euro wird der Strompreis für die Industrie und die Kosten für die Stromnetze heruntersubventioniert. Die Verteuerung des Stroms durch die Energiewende wird also teilweise durch die CO2-Abgabe von Autofahrern künstlich wieder abgesenkt. E-Autos und deren Ladeinfrastruktur werden mit knapp 3 Milliarden Euro aus dem KTF subventioniert.
Die skurrilsten Posten:
Zählt man alle Auslandsprojekte zusammen, sollen in diesem Jahr rund 780 Millionen Euro aus dem KTF – und somit auch aus den Geldbeuteln deutscher Autofahrer – in Klimaschutzprojekte im Ausland fließen. Zuständig dafür ist die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI). Hier eine Auflistung einiger Projekte, die die IKI unterstützt und finanziert:

15 Millionen Euro fließen in Klimaschutz in Ägypten.

Emissionshandel in Kolumbien wird mit knapp 14 Millionen Euro gefördert.

Auch während des Ukraine-Krieges werden in der Ukraine Effizienzkonzepte an Universitäten mit mehr als 100.000 Euro unterstützt.
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