Wegen Links-Rutsch: Ex-Bundestagsabgeordneter Weiler verlässt die CDU
Ein Beitrag von
Der frühere Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (58, CDU) hat in einem Brief an CDU-Chef Friedrich Merz, der NIUS vorliegt, seinen Austritt aus der Partei erklärt.
Weiler hatte 2013 bis 2021 das Mandat für den Saale-Holzland-Kreis in Thüringen inne, verlor seinen Sitz 2021 aber an die AfD.
Als Grund für seinen Austritt nennt Weiler in dem Schreiben einen von ihm beobachteten Linksrutsch in der Union, den er nicht länger mittragen wolle. Wörtlich schreibt Weiler: „Der Tenor ist leider mittlerweile in der CDU so, dass man lieber mit den Grünen eine sozialistische Hochzeit eingeht, als mit den Konservativen auch nur einmal zu reden. Lediglich Hessen hat die Reißleine gezogen. Einer vielleicht neu entstehenden Partei namens Werteunion, die die CDU-Werte, die wir noch vor 20 Jahren hatten, inhaltlich vertritt, wird gleich eine Absage erteilt, bevor sie geboren ist.“

Albert Weiler verlässt die CDU.
Hintergrund für seinen Austritt sind nach NIUS-Informationen aber auch Streitigkeiten in der Thüringer Kommunal- und Landespolitik. „In Thüringen reden Spitzenpolitiker der CDU von eventuellen Koalitionen mit der Linkspartei. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Herr Günther, hat es mehrmals der CDU in Thüringen intensiv empfohlen, in eine Koalition mit der Linkspartei einzusteigen. Aber alles, was Mitte in Richtung konservativ ist, wird kategorisch abgelehnt.“ Zuletzt hatte sich der frühere Thüringer CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring für eine Öffnung der Union in Richtung Linkspartei ausgesprochen.
Als Arbeiterkind (gelernte Eisenbahner) sei er vor zwanzig Jahren in die CDU eingetreten, „weil ich eine Partei vorfand, die Arbeit und Leistung schätzte und die ganz klar christlich konservative Werte vertreten hat“, schreibt Weiler. Davon sei kaum noch etwas übrig. „In meinem Umfeld, das sowohl in Ostdeutschland als auch in Westdeutschland sehr groß ist, wünscht man sich wieder eine Partei, so wie sie unter der Führung von Helmut Kohl war. Berechenbar, bodenständig und glaubwürdig. Ich vermisse diese Helmut Kohl Partei auch, denn die CDU, wie ich sie kannte, als ich dort eintrat, gibt es leider nicht mehr. Wir rutschen immer weiter in Richtung links. In eine Richtung, wo ehrliche Arbeit und Leistung weniger gefördert werden als unredliches Nichtstun.“

Thüringens ehemaliger CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring sprach sich für eine Öffnung der Union in Richtung Linkspartei aus.
Er vermisse das Zugehen auf konservative Wähler und Parteien. „Eine Politik, die nur immer wieder von Brandmauern und keiner Gesprächsbereitschaft gegenüber dem konservativen Lager redet, möchte ich für mich nicht weiter unterstützen. Selbst Jesus Christus sprach mit den Zöllnern und brachte manchen wieder auf den rechten Weg. Dass wir miteinander reden können, unterscheidet uns von den Primaten. So lasst es uns denn auch tun. Wir reden ja auch mit Parteien, deren Mitglieder fremde Häuser besetzten und sich widerrechtlich auf Autobahnen kleben.“
Der Schritt falle ihm schwer, so der frühere Abgeordnete, der jetzt noch Bürgermeister in seinem Gemeindeverbund ist, „aber ich kündige hiermit die Mitgliedschaft in der CDU“.
Mehr NIUS: „Die Merz-Union ist nicht reformierbar“: Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen verlässt die CDU
Mehr NIUS:
Medienbericht: Ministerpräsident Voigt soll Holocaust-Gedenkrede mit KI geschrieben haben
Ein Nachmittag der Absurditäten: NIUS undercover beim Würmer-Parlament
Grüne verhandeln umstrittene Parteireform: Zu viel Macht für Funktionäre?
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Mehr NIUS:
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Warum die Politik den Majestätsbeleidigungsparagraphen gar nicht abschaffen will
CSU blamiert sich mit „Frohnleichnahm“-Doppelfehler: Krah wurde Fake vorgeworfen, doch er hatte recht
CDU sagt Präsidiumsklausur in Sachsen-Anhalt ab
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare