Wind und Sonne schicken die nächste Rechnung: Ampel plant weiteren Strompreis-Aufschlag
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Wind und Sonne werden niemals genug Strom liefern können, um Deutschland vollständig und über das ganz Jahr hinweg versorgen zu können. Es sind Backup-Kraftwerke nötig, die in sonnenarmen und windstillen Zeiten („Dunkelflaute“) einspringen und genügend Energie produzieren zu können.
Der Bau und die Bereitstellung dieser Kraftwerke kostet Geld, denn nicht mehr nur die gelieferte Menge Strom, sondern auch die Kraftwerks-Bereitschaft muss bezahlt werden – und dieses Geld sollen die Stromkunden über eine weitere Umlage in Zukunft aufbringen. Wie hoch der Strompreis-Aufschlag ausfallen wird, ist noch unklar, es dürfte sich um eine „kleine Nachkommastelle“ handeln, berichtet die FAZ.
Aber: Auch „Nachkommastellen“ summieren sich bei einer vierköpfigen Familie mit einem Jahresstromverbrauch von 5000 Kilowattstunden schnell auf 30, 40 oder 50 Euro und mehr – zumal der Strompreis ohnehin bereits zu 27 Prozent aus Steuern und Umlagen besteht.
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will Gas-Kraftwerke mit einer Leistung von 12,5 Gigawatt fördern. Diese sollen zunächst mit Gas, später dann möglichst mit CO2-neutralem grünen oder blauen Wasserstoff laufen. Die Bundesnetzagentur rechnet jedoch mit einem Bedarf von bis zu 21 Gigawatt (68 Prozent mehr). Auch der Energieversorger ENBW hält einen Zubau an sogenannter disponibler Leistung von etwa 20 Gigawatt als erforderlich.
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