Unternehmerin Sarna Röser kritisiert Merz: „Mir fehlt der Plan für dieses Land“
Ein Beitrag von
Sie gehört zum Führungsteam des über 100 Jahre alten Familienunternehmens und kennt die Realität des deutschen Mittelstands aus erster Hand. Sarna Röser spricht bei „Schuler! Fragen, was ist?“ über die Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung – und geht mit Kanzler Friedrich Merz hart ins Gericht. Das Brechen der Schuldenbremse gleich zu Beginn der Legislatur hält die Unternehmerin für einen schweren Vertrauensbruch.
Das ganze Interview sehen Sie hier:
„Mir fehlt der große Wurf“
Röser macht keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung über die bisherige Regierungsarbeit. „Friedrich Merz hat etwas bekommen von den Bürgerinnen und Bürgern. Das nennt sich Vertrauen und Vorschuss“, sagt sie. Diesen Vorschuss sieht sie inzwischen weitgehend verspielt – vor allem durch den Bruch der Schuldenbremse. „Wenn man etwas vor der Wahl sagt, dann sollte das auch tatsächlich passieren. Und bis dato haben wir das leider so nicht erlebt.“

Sarna Röser betont im Interview mit Ralf Schuler, dass die Unternehmer in Deutschland lauter werden und ihren Mund aufmachen müssen.
Statt des erhofften großen Aufbruchs erlebt die Unternehmerin eine Politik der Einzelmaßnahmen und der faulen Kompromisse. „Mir fehlt der große Wurf und mir fehlt einfach ein Zielbild, ein Plan für dieses Land“, erklärt Röser. Mehrwertsteuererhöhung, Ehegattensplitting, Spitzensteuersatz – das alles seien Stellschrauben, die erneut in die Taschen der Bürger und Unternehmer griffen, ohne dass ein klares Konzept dahinterstecke.
Röser fordert Klartext statt Koalitionstaktik
Die Familienunternehmerin aus dem Großraum Stuttgart kennt das Prinzip: Entweder man investiert – oder man lässt es. Halbe Entscheidungen kennt die Wirtschaft nicht. Genau das vermisst Röser in der Politik: „Leute, macht mal Klartext.“
Besonders kritisch sieht Röser, dass der Wahlgewinner CDU nun Kompromisse mit einem Koalitionspartner schließen muss, der vom Wähler klar abgestraft wurde. Ihr Wunsch an die Bundesregierung: endlich bei sich selbst anfangen zu sparen, statt immer wieder an den Geldbeutel der arbeitenden Bevölkerung und der Unternehmer zu gehen. „Wir finanzieren unseren überbordenden Sozialstaat. Da fließt das Geld rein.“
Das ganze Interview mit Sarna Röser können Sie hier anschauen.
Mehr NIUS:
FDP-Rebell Frank Schäffler: „Kubicki muss jetzt das Rad rumreißen. Ich bin sicher, dass er das kann.“
FDP-Rebell Frank Schäffler kritisiert Finanzminister Klingbeil: „Mit Schulden kann man kein Wachstum erzeugen“
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters: Bärbel Bas ist nicht mehr ministrabel
Journalistin Sarah Maria Sander: „Ich kann mich als Jüdin nicht frei bewegen in Berlin“
Leif-Erik Holm (AfD): „Es gibt viele, die bei den Grünen schon auf dem Schoss sitzen“
Leif-Erik Holm (AfD): „Im Grunde sind wir das, was vielleicht die CDU mal vor 30 Jahren war“
Politikprofessor Christian Stecker kennt keine Parteien der Mitte: „Die Mitte wohnt bei jedem Thema woanders“
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die AfD suhlt sich in der Märtyrerrolle“
Mehr NIUS:
Journalistin Sarah Maria Sander: „Ich kann mich als Jüdin nicht frei bewegen in Berlin“
Leif-Erik Holm (AfD): „Es gibt viele, die bei den Grünen schon auf dem Schoss sitzen“
Leif-Erik Holm (AfD): „Im Grunde sind wir das, was vielleicht die CDU mal vor 30 Jahren war“
Politikprofessor Christian Stecker kennt keine Parteien der Mitte: „Die Mitte wohnt bei jedem Thema woanders“
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die AfD suhlt sich in der Märtyrerrolle“
Politikprofessor Stecker sieht Minderheitsregierung positiv: „Wir brauchen irgendwann diesen Pfadwechsel“
Simone Solga über Kanzler Merz: „Er ist ein Führungssimulator“
Politikprofessor Stecker über die Brandmauer: „Eine fehlgeleitete Autoimmunreaktion, wo man völlig überreagiert“
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare