Kuss-Skandal: Spaniens Fußballchef ist suspendiert
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- Die Fifa suspendiert Spaniens Fußballpräsidenten.
- die Sperre gilt zunächst für 90 Tage, kann aber verlängert werden.
- Der spanische Fußballverband will sich rechtlich wehren.
Die Luft wird dünner um Luis Rubiales (46). Der Fußballpräsident von Spanien wurde von der FIFA suspendiert. Das hat der Kolumbianer und Vorsitzende der Disziplinarkommission, Jorge Iván Palacio (67), am Samstag verkündet. Dem Spanier ist es für mindesens 90 Tage verwehrt, an nationalen und internationalen Spielen als Funktionär teilzunehmen.
Der Ton seitens des Verbandes an den spanischen Funktionärs wird spürbar rauer: „Die FIFA bekräftigt ihr uneingeschränktes Bekenntnis zur Achtung der Integrität aller Personen und verurteilt deshalb jedes gegenteilige Verhalten aufs Schärfste“, unterstrich Palacio. Die Sperre kann nach Abschluss des laufenden Disziplinarverfahrens verlängert werden. Rubiales weigert sich indes, zurückzutreten.
„Ich wurde nicht respektiert."

Die Fifa verurteilt den Skandal scharf
Auslöser war die Kuss-Affäre um die spanische Nationalspielerin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung im Finale der Frauen-WM. „Ich habe mich verletzlich und als Opfer eines Übergriffs gefühlt, eines impulsiven, machohaften Aktes, der unangebracht war und dem ich nicht zugestimmt habe. Einfach ausgedrückt, ich wurde nicht respektiert,“ verkündete die Weltmeisterin auf Instagram. Laut ihrer Schilderung küsste Rubiales Hermoso völlig unerwartet und ohne Vorwarnung auf den Mund.
Der spanische Verband widerspricht den Aussgen der Spielerin

Jennifer Hermoso fühlte sich nicht respektiert.
Der spanische Fußballverband sieht den Fall dagegen anders. Dieser bezichtigt Jennifer Hermoso der Lüge droht mit rechtlichen Schritten. Um diese Aussage zu untermauern, veröffentlichte der Verband vier Fotos, die belegen sollten, die Spielerin habe Rubiales im Eifer des Jubels hochgehoben, ihn an sich gezogen und dadurch dem Kuss zugestimmt. Ob Hermoso Rubiales hochgehoben hat, oder ob Rubiales von sich auch hochgesprungen ist, zeigen die Bilder jedoch nicht.
Die 23 Spielerinnen der spanischen Fußballnationalmannschaft stehen hinter ihrer Mitspielerin. „Nach allem, was bei der Medaillenvergabe der Frauen-WM passiert ist, werden alle Spielerinnen, die diesen Text unterzeichnet haben, eine nächste Einberufung nicht ehren, wenn die derzeitige Führung beibehalten wird“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
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