Irre Regel: Beim VFL Osnabrück wird Fleischkonsum und Autofahren bestraft
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Der Zweitligaverein der niedersächsischen Stadt Osnabrück hat ganz besondere Strafen eingeführt, die umweltschädliches Verhalten sanktionieren sollen. Wer beispielsweise mit dem Auto zur Arbeit fährt, anstatt den Bus zu nehmen oder sich aufs Fahrrad zu schwingen, muss mit Lohnabzügen rechnen. Gleiches gilt auch für eine Ernährung mit Fleisch.
Die neue Regelung nennt sich „Gemeinwohlklausel“ und soll dazu führen, dass die Spieler ihre individuellen CO2-Emissionen reduzieren oder durch die Strafzahlungen kompensieren.
Für die Erhebung des ökologischen Fußabdrucks beauftragt der Verein einen externen Dienstleister. Auf der Vereinswebsite heißt es hierzu: „Eingeflossen in die individuelle Berechnung sind unter anderem die Länge des Arbeitsweges, die Art der Fortbewegung oder auch Aspekte wie vegane oder vegetarische Ernährungsgewohnheiten.“ Die Kompensation erfolgt demnach durch direkte Gehaltsabzüge als „einen direkten monetären Anreiz zur Verhaltensänderung“.

Der Wunsch nach weniger Würstchen: Fleischkonsum soll sanktioniert werden.
Wenig überraschend: diese Maßnahme hat nicht nur Freunde. Arbeitsrechtler betonen, dass der Arbeitgeber keinen Einblick in das Privatleben ihrer Beschäftigten haben sollte. „Klar ist jedenfalls, dass es den Arbeitgeber grundsätzlich nichts angeht, was seine Mitarbeiter privat machen. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen, die einen konkreten Bezug zur geschuldeten Arbeitsleistung voraussetzen. Die Essgewohnheiten und der Wohnort gehören sicherlich nicht dazu“, so der Arbeitsrechtler Arnd Diringer zur Tageszeitung Welt.
Besonders pikant an der Vorgehensweise ist die Geheimhaltung der Klausel. Obwohl die Regelung öffentlich bekannt geworden ist, ist der VfL Osnabrück nicht bereit, den genauen Wortlaut der „Gemeinwohlklausel“ offenzulegen.
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