Lahm kam zu spät zum Spiel: Bahn blamiert Deutschland bei der EM – und findet's auch noch lustig
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Was Deutsche wissen, bekommt jetzt halb Europa zu spüren ...
Die Deutsche Bahn kommt zu spät, ohne funktionierende Toilette, in falscher Wagenreihung – oder gar nicht! Das erleben derzeit nicht nur Zehntausende Fußball-Fans, auch EM-Turnierdirektor Philipp Lahm kam mit der Bahn zu spät zum Spiel Ukraine gegen Slowakei und geht nun mit dem Staatskonzern hart ins Gericht: „Ich hatte natürlich eine Verspätung, die sicherlich ärgerlich ist und vor allem für Fans, die lange Reisen auf sich nehmen, die Geld, viel Geld dafür ausgeben.“
Das Irre: Die Bahn macht sich über ihr Versagen auch noch lustig!
Lahm zeigte sich in den sozialen Medien auf dem Weg zum Spiel nach Düsseldorf im ICE, schrieb ironisch mit Zwinkersmiley: „PS: Bahn, wie ihr seht, ich bleibe treuer Bahn-Kunde.“ Die Bahn reagierte: „,Völlig losgelöst von der Straße…‘ Gute Fahrt und gutes Spiel! Drücken die Daumen. Für beides!“
„Für beides“, bedeutet übersetzt: Der Milliarden-Staats-Konzern weiß auch nicht so genau, ob das mit der pünktlichen Bahnfahrt klappt und drückt lieber die Daumen als das eigene Produkt pünktlich und zuverlässig zu machen.

Lahms ICE-Beitrag und die Reaktion der Bahn
Lahm fand es hinterher offenbar nicht mehr so lustig: „Ich glaube, wir haben es versäumt, insgesamt als Deutschland in den letzten Jahrzehnten ein bisschen daran zu arbeiten an der Infrastruktur.“ Für die Bahn gabs vom EM-Direktor einen Rüffel: „Wir stehen im Austausch mit der Deutschen Bahn, sie werden alles weiterhin tun, dass die Menschen von A nach B wirklich pünktlich kommen. Aber das ist kein Problem, was jetzt auftritt, während des Turniers. Da hätte man weit vorher schon dran arbeiten müssen.“
Auch deutsche Botschaft in den USA lacht über die Bahn
Auch offizielle Regierungs-Vertreter machen sich über die Katastrophen-Qualität des STAATSkonzerns Bahn lustig – die deutsche Botschaft in den USA veröffentlichte nämlich ein Video des Saxophonisten, der auf der Frankfurter Fanmeile für Aufsehen gesorgt hatte, dazu die Worte: „Ok, die zu späten Züge tun uns wirklich leid. Aber Deutschland liefert eine große Party bei der Euro 2024.“

So scherzt die deutsche Botschaft in den USA über den Staatskonzern Bahn.
Wissing will Bahn eine Milliarde Euro streichen
Doch nicht nur die Bahn, auch die Autobahnen in Deutschland sind marode. Deshalb muss Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) im Haushalts-Streit der Ampel-Regierung das vorhandene Steuergeld priorisieren. So berichtet die SZ, dass die „fehlende Autobahn-Milliarde“ gefunden sei, die benötigt werde, um die Sanierung der maroden Autobahnen und Brücken im Jahr 2025 zu bezahlen – und zwar bei der Bahn, wo eine Sanierung zahlreicher Strecken, Brücken und Stellwerke ebenso notwendig ist.
Die Mittel für Autobahn-Sanierungen sollten ursprünglich von 6,29 auf 4,99 Milliarden gekürzt werden, mit der Bahn-Milliarde wären es dann knapp 5 Milliarden Euro im Haushalt 2025 für die Autobahnen. Das Geld würde bei der Bahn dann freilich fehlen.
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