WM-Aus vor dem Start: US-Behörden verweigern somalischem Schiedsrichter die Einreise
Ein Beitrag von
Der Traum von der Fußball-Weltmeisterschaft ist für Omar Artan überraschend geplatzt. Wie der Weltverband FIFA bestätigte, haben die Vereinigten Staaten dem Unparteiischen aus Somalia die Einreise verweigert. Artan wird demnach nicht am Turnier teilnehmen können.
Sicherheitsbedenken bei der Grenzkontrolle in Miami
Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag. Omar Artan wollte von Istanbul aus nach Miami einreisen, als eine tiefergehende Kontrolle angeordnet wurde. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) teilte in einer Stellungnahme mit, dass ein Einreisender aus Somalia – laut Behörde „ein Schiedsrichter für die FIFA-Weltmeisterschaft“ – aufgrund von „Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt war, und ihm wurde die Einreise verweigert.“
Obwohl Artan in dem Statement der CBP namentlich nicht erwähnt wird, ist er der einzige somalische Referee im Turnierkader. Die Behörde betonte zudem, dass Einreiseentscheidungen stets im Einzelfall getroffen würden und Grenzbeamte die Befugnis hätten, Reisende im Einklang mit US-amerikanischem Recht zu befragen und abzuweisen.
FIFA verweist auf die Souveränität des Gastgebers
Dass die Einreiseverweigerung in die USA das automatische Aus für das gesamte Turnier – und damit auch für mögliche Einsätze in den Mit-Gastgeberländern Mexiko und Kanada – bedeutet, liegt an der Organisation der WM. Die Unparteiischen absolvieren ihr zentrales Trainingslager in Miami und werden dort gemeinsam auf die Partien vorbereitet.
Die FIFA distanzierte sich von dem Vorgang. „Die FIFA ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge“, erklärte der Weltverband. Man sei von den US-Behörden darüber informiert worden, dass sich an Artans Status vorerst nichts ändern werde. Wie bereits bei vergangenen Turnieren liege das endgültige Recht zur Visavergabe beim jeweiligen Gastgeberland.
Diplomatische Verstimmungen und Artans Reaktion
Die somalische Regierung reagierte mit Unverständnis. Das Ministerium für Jugend und Sport kritisierte in einem Statement, Artan sei die Einreise „ohne einen triftigen Grund“ verwehrt worden. Man habe sofort den Kontakt zu den US-Behörden sowie zur FIFA gesucht, jedoch sei bislang keine Lösung gefunden worden.
Der Schiedsrichter selbst äußerte sich in einer von der FIFA veröffentlichten Stellungnahme, ließ die genauen Hintergründe jedoch unkommentiert. Es hieß, er sei trotz der Umstände „in einer positiven Stimmung“. Artan bedankte sich bei der Fußball-Gemeinschaft: „Ich möchte mich bei der Fußball-Familie für ihre Nachrichten bedanken und wünsche meinen Kollegen den größtmöglichen Erfolg während der WM und freue mich, in zukünftigen Wettbewerben wieder bei ihnen zu sein.“
Mehr NIUS:
Nach Schlacht gegen Italiener Cobolli: Alexander Zverev holt seinen ersten Grand Slam!
Sie glauben an Jesus und nicht an den Regenbogen: Wie christliche Spieler den Profi-Fußball aufmischen
Rudi Völler will Fußball ohne Politik: „Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen”
Dank Harry Kane: FC Bayern besiegt Stuttgart im Pokalfinale mit 3:0
Harald Schmidt über die Fußball-WM: „Ich freue mich schon auf eine politisch verrutschte Aktion der Nationalspieler vor dem ersten Spiel!”
Fußball-Legende Didi Hamann: „Wenn Leute sich zu Migration äußern, werden sie sofort in die rechte Ecke gestellt”
Das Wunder von Elversberg: Ein Dorf will die Bundesliga aufmischen
Bye-Bye-Bayern: Paris zieht nach 1:1 gegen München ins Champions-League-Finale ein
Mehr NIUS:
Dank Harry Kane: FC Bayern besiegt Stuttgart im Pokalfinale mit 3:0
Harald Schmidt über die Fußball-WM: „Ich freue mich schon auf eine politisch verrutschte Aktion der Nationalspieler vor dem ersten Spiel!”
Fußball-Legende Didi Hamann: „Wenn Leute sich zu Migration äußern, werden sie sofort in die rechte Ecke gestellt”
Das Wunder von Elversberg: Ein Dorf will die Bundesliga aufmischen
Bye-Bye-Bayern: Paris zieht nach 1:1 gegen München ins Champions-League-Finale ein
Adidas auf Rekordjagd: 14 Fußball-WM-Teams tragen die drei Streifen
Antonio Rüdiger beschimpft Gegenspieler Stanišić
11.500 Dollar für ein Ticket: Wie die FIFA mit dynamischen Preisen bei der Fußball-WM abkassiert
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare