Die Hälfte der Deutschen fühlt sich unsicher im öffentlichen Raum
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Hat Deutschland ein Sicherheitsproblem? Nach einer neuen Erhebung von Infratest dimap fühlt sich fast die Hälfte der Bürger im öffentlichen Raum nicht mehr sicher. Vor allem Frauen fürchten um ihr persönliches Wohl – nachts im ÖPNV oder sogar in der eigenen Wohngegend. Die Gründe dafür liegen auch in der Zuwanderung der vergangenen Jahre.
Stolze 48 Prozent der Deutschen fühlen sich unsicher im öffentlichen Raum. Betroffen sind vor allem Frauen: Während bei der Umfrage im Auftrag von ARD-Tagesthemen und Welt 43 Prozent der Männer angaben, sich unsicher oder eher unsicher zu fühlen, sind es bei den Frauen sogar 53 Prozent. Zum Vergleich: Vor acht Jahren lag der Anteil der Bürger, die sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen, noch bei der Hälfte des heutigen Niveaus; auch im Februar lag der Anteil noch fünf Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.
Die größte Angst haben die Deutschen vor Diebstählen und Pöbeleien
Am meisten fürchten sich die Bürger laut der Erhebung davor, bestohlen zu werden. 57 Prozent der Frauen teilen diese Sorge, bei den Männern sind es 48 Prozent. Danach folgt die Angst vor Beleidigungen oder Pöbeleien, vor denen sich insgesamt 48 Prozent fürchten.

Vor allem im öffentlichen Nahverkehr und in dunklen Unterführungen fühlen sich Frauen unsicher.
Die Sorge um das eigene leibliche Wohl ist bei den Damen stärker ausgeprägt als bei den Herren: 36 Prozent von ihnen fürchten, Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, fast genauso groß ist die Befürchtung, geschlagen oder verletzt zu werden. Der deutlichste Unterschied im Sicherheitsempfinden zeigt sich in der Sorge, sexuell belästigt zu werden. 38 Prozent der Frauen gaben an, derartige Übergriffe zu fürchten, bei den Männern sind es gerade einmal acht Prozent. In urbanen Räumen ist dabei die Angst, Opfer zu werden, größer als in kleinen Städten.
AfD erhält politischen Zuspruch
Besonders interessant: Mit 52 Prozent glaubt über die Hälfte der Befragten, dass die AfD „besser als andere Parteien verstanden“ habe, dass sich „viele Menschen bei uns einfach nicht mehr sicher fühlen“. Besonders unter den Anhängern der Union sorgt die Aussage für Zustimmung: 45 Prozent der Christdemokraten bejahen die Aussage, auch bei den Sozialdemokraten und Grünen sind es immerhin 28 beziehungsweise 25 Prozent. Am wenigsten sind es bei der Linkspartei mit 19 Prozent. Insgesamt 47 Prozent der Befragten stimmen zudem der Aussage zu: „Ich finde es gut, dass die AfD den Zuzug von Ausländern und Flüchtlingen stärker begrenzen will als andere Parteien“.
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