Während immer weniger Personen Elterngeld beziehen, steigt der Anteil nicht-deutscher Empfänger
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Rund 1,61 Millionen Menschen in Deutschland bezogen 2025 Elterngeld – doch während die Gesamtzahl weiter sinkt, steigt der Anteil ausländischer Empfänger auf einen neuen Höchststand. Das zeigen exklusive Zahlen von Destatis, die NIUS vorliegen.
Demnach lag der Anteil der Nicht-Deutschen unter allen Elterngeld-Beziehern 2025 bei 22,0 Prozent. 2020 hatte er noch 18,4 Prozent betragen. 2021 lag der Wert bei 18,2 Prozent, 2022 bei 18,8 Prozent, 2023 bei 20,3 Prozent und 2024 bei 21,4 Prozent. Seit 2020 ist der Anteil damit um 3,6 Prozentpunkte gestiegen.
In absoluten Zahlen erhielten 2025 insgesamt 1.609.151 Menschen Elterngeld. Davon waren 1.254.683 deutsche und 354.468 nicht-deutsche Empfänger. Zum Vergleich: 2020 lag die Gesamtzahl noch bei 1.861.158. Davon entfielen 1.519.597 auf Deutsche und 341.561 auf Nicht-Deutsche.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Zahl der Elterngeld-Bezieher 2025 im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent. Es ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Als Grund nennt die Behörde die gesunkenen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre.
Deutlich zugelegt hat dagegen das sogenannte ElterngeldPlus, das den Bezug auch bei gleichzeitiger Teilzeitarbeit ermöglicht. 648.000 Menschen planten 2025, diese Leistung zumindest anteilig zu nutzen. Das entspricht 40,3 Prozent aller Bezieher und markiert laut Destatis einen Höchststand. 2024 hatte der Anteil noch bei 36,7 Prozent gelegen.
Weiterhin beziehen deutlich mehr Frauen als Männer Elterngeld. 2025 standen 1.192.188 Frauen 416.963 Männern gegenüber. Der Väteranteil lag damit bei 25,9 Prozent.
Seit April 2025 gelten zudem neue Regeln: Elterngeld erhalten nur noch Alleinerziehende und Paare, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen höchstens 175.000 Euro beträgt.
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