Neue Umfrage: Berliner sehen unter Kai Wegner weder mehr Sicherheit noch Veränderung
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Eine exklusive INSA-Umfrage für NIUS zeigt: Zwei Jahre nach Amtsantritt von Kai Wegner (CDU) sieht die große Mehrheit der Berliner keine Verbesserung – weder beim Lebensgefühl noch bei der Sicherheit in der Stadt.
Auf die Frage, wie sich das Leben in Berlin „alles in allem“ unter Wegner entwickelt habe, sagten nur 13 Prozent, es habe sich eher verbessert. 47 Prozent gaben an, es habe sich weder verbessert noch verschlechtert, 27 Prozent sehen eine Verschlechterung, 12 Prozent wissen es nicht, 2 Prozent machten keine Angabe.

Umfrageergebnisse zum allgemeinen Lebensgefühl in Berlin
Nach Altersgruppen bewerten insbesondere Ältere die Entwicklung negativ: Unter den 50- bis 59-Jährigen sehen 36 Prozent eine Verschlechterung, bei den 60- bis 69-Jährigen ebenfalls 36 Prozent. Auch in der Mittelschicht überwiegt die Skepsis (59 Prozent „weder noch“, 28 Prozent „eher verschlechtert“). Nur in der Oberschicht geben 31 Prozent eine Verbesserung an, jedoch ohne Mehrheit.

Umfrageergebnisse „Lebensgefühl“ nach Alter
Parteipolitisch betrachtet zeigt sich ein ähnliches Bild: Selbst unter CDU-Wählern sagen nur 31 Prozent, das Leben in der Stadt habe sich verbessert, 52 Prozent sehen keine Veränderung. Bei SPD-Wählern sind es 17 Prozent mit Verbesserung gegenüber 24 Prozent, die eine Verschlechterung sehen. Unter AfD-Sympathisanten liegt der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung wahrnehmen, bei 46 Prozent, bei BSW-Anhängern bei 49 Prozent.

Umfrageergebnisse „Lebensgefühl“ nach Parteipräferenz
Mehrheit sieht keine Verbesserung der Sicherheit
Noch deutlicher fällt das Urteil zur Sicherheitslage aus. Nur 8 Prozent der Berliner meinen, Wegner habe die Sicherheit „deutlich verbessert“, weitere 26 Prozent sehen eine „leichte Verbesserung“. Eine Mehrheit von 54 Prozent sieht keine Verbesserung, 12 Prozent wissen es nicht, 1 Prozent machte keine Angabe.

Umfrageergebnisse zum Sicherheitsempfinden
Nach Altersgruppen zeigen sich klare Unterschiede: Jüngere Berliner bewerten Wegners Bilanz noch am ehesten positiv, doch auch hier sieht nur eine Minderheit eine Verbesserung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil derjenigen, die keine Veränderung oder sogar eine Verschlechterung wahrnehmen. Besonders unter den 40- bis 69-Jährigen sagen deutliche Mehrheiten, die Sicherheitslage habe sich nicht verbessert. Nur bei den über 70-Jährigen liegt der Anteil derjenigen, die überhaupt eine positive Entwicklung erkennen, noch leicht über dem Durchschnitt – eine Mehrheit bleibt jedoch auch hier skeptisch.

Umfrageergebnisse „Sicherheit“ nach Alter
Auch nach sozialer Schichtung überwiegt das Nein: In der Unterschicht sagen 61 Prozent, die Sicherheit habe sich nicht verbessert, in der Mittelschicht 59 Prozent, in der Oberschicht 28 Prozent.

Umfrageergebnisse „Sicherheit“ nach sozialer Schicht
Nach Parteipräferenz zeigt sich, dass selbst bei den CDU-Wählern keine Mehrheit eine klare Verbesserung erkennt (18 Prozent: deutlich, 41 Prozent: etwas, 33 Prozent: nein). Unter SPD-Sympathisanten sehen 52 Prozent keine Verbesserung, bei Grünen-Wählern 57 Prozent, bei der Linken 49 Prozent, bei der AfD 70 Prozent, bei BSW 64 Prozent.

Umfrageergebnisse „Sicherheit“ nach Parteipräferenz
Kein neuer Stil erkennbar
Auch auf die Frage, ob Wegner nach 22 Jahren SPD-Regierung „neue Akzente gesetzt oder einen neuen Politikstil repräsentiert“ habe, antworteten nur 22 Prozent mit „(eher) ja“. Eine Mehrheit von 51 Prozent sagte „(eher) nein“, 25 Prozent wussten es nicht, 2 Prozent machten keine Angabe.

Umfrageergebnisse zu Erkennbarkeit eines neuen Politikstils
Nach Parteipräferenz fällt die Zustimmung lediglich unter CDU-Wählern etwas höher aus (48 Prozent: ja, 34 Prozent: nein). Bei SPD-Sympathisanten sagten 25 Prozent ja, bei Grünen 23 Prozent, bei Linken 14 Prozent, bei der AfD 14 Prozent, bei der FDP 33 Prozent und bei BSW 12 Prozent.

Umfrageergebnisse „Politikstil“ nach Parteipräferenz
In allen Fragen – allgemeine Entwicklung, Sicherheit, politischer Stil – sehen die Berliner mehrheitlich keine Verbesserung. Positive Bewertungen bleiben klar in der Minderheit.
Die Befragung wurde vom 21. bis 28. Oktober 2025 unter 1.000 Berlinerinnen und Berlinern ab 16 Jahren durchgeführt und erfolgte online, gestützt auf die permanente Telefonbefragung INSA-Perpetua Demoscopia.
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