Wirtschaftliche Krisen und Chaos: Die Schweiz ist der beste Zufluchtsort
Ein Beitrag von
Was passiert, wenn die Welt in eine globale Krise gerät? Wenn es zu einem abrupten Wandel bei wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kommen sollte? Wo lebt man am besten, um sich und sein Vermögen zu schützen? Die Antwort gibt Henley & Partners, die weltweit führende Beratungsfirma für Wohlhabende. Und die Antwort ist eindeutig: Die Schweiz ist der beste Zufluchtsort in der Krise.
Die zunehmende Wanderungsbewegung der Reichen hat die Firma Henley & Partners dazu bewogen, erstmals ein Ranking für das Risiko und die Resilienz (Widerstandskraft) aller Länder zu publizieren, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. „Die Welt befindet sich in einem darwinistischen Kreislauf“, sagt Unternehmenschef Christian Kälin. „Doch wie beim Survival of the fittest im Tier- und Pflanzenreich sind es auch bei den Ländern nicht die stärksten, die den Wandel am besten bewältigen, sondern die anpassungsfähigsten.“
Für das neue Rating stützt sich Henley & Partners auf eigenen Daten zum Migrationsverhalten und zu Präferenzen der Reichen. Außerdem hat die Firma Alphageo mit Sitz in Singapur eine umfangreiche Analyse zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern gemacht. „Um in unserer Rangliste oben zu stehen, muss ein Land gleichzeitig geringen Risiken ausgesetzt sein und zudem eine hohe Resilienz aufweisen“, sagt Parag Khanna, Gründer von Alphageo. Der 48-jährige gebürtige Inder hat an der London School of Economics promoviert und in mehreren viel beachteten Büchern das Szenario einer unsicheren neuen Weltordnung beschrieben. Zudem hat er mehr als 150 Länder bereist.
Bei der politischen Stabilität ist die Schweiz ganz oben
An oberster Stelle dieses Rankings steht die Schweiz. Eine solche Spitzenposition hat sie zwar auch bei vielen Erhebungen zur Wettbewerbsfähigkeit. Doch diese Analyse stützt sich auf ein deutlich breiteres Spektrum an Faktoren: „Wir haben nicht nur die wirtschaftliche Dynamik untersucht, sondern ebenso die politische Stabilität, die Rechtssicherheit und die klimatischen Risiken“, erklärt Khanna.
Was bei der Rangliste auffällt, ist das hervorragende Abschneiden vieler europäischer Länder. Ausgerechnet der alte Kontinent, der unter einem geringen Wachstum leidet und auch im Handelsstreit stark unter Druck steht, stellt neun der zehn am besten platzierten Länder. Einzig Singapur auf Rang 4 gelingt es, in diese europäische Phalanx einzudringen.
Die Länder an der Spitze sind alle klein. Dies erklärt Khanna damit, dass sie in der Regel agiler seien und sich besser an Veränderungen anpassen könnten. Von den großen Ländern schneidet Deutschland mit Rang zehn am besten ab. „Das größte Hemmnis für Deutschland bilden die fehlenden Investitionen in die Infrastruktur“, sagt Khanna. Deutlich schlechter die Noten für Frankreich, das gerade mal Platz 29 erreicht. Überraschenderweise sind die USA noch weiter hinten platziert, sie schaffen es nur auf Platz 32. Auch wenn Amerika die internationale Agenda klar dominiere, so bedeute das nicht zwingend, dass dieses Land eine globale Erschütterung gut bewältigen könne.
Hier die sichersten zehn Länder der Erde in der Untersuchung von Henley &. Partners:
- Schweiz: 88,42 Punkte
- Dänemark: 85,09 Punkte
- Norwegen: 83,54 Punkte
- Singapur: 83,37 Punkte
- Schweden: 83,18 Punkte
- Luxemburg: 83,03 Punkte
- Finnland: 82,14 Punkte
- Grönland: 81,24 Punkte
- Niederlande: 80, 79 Punkte
- Deutschland: 80,71 Punkte
Mehr NIUS:
Neue Umfrage: Berliner sehen unter Kai Wegner weder mehr Sicherheit noch Veränderung
Mehr NIUS:
Forsa-Umfrage: Union verliert, FDP erreicht wieder die Fünf-Prozent-Marke
Umfrage Abgeordnetenhauswahl in Berlin: CDU nur noch knapp vor AfD
Sachsen-Anhalt: AfD dominiert fast alle Altersgruppen – nur bei den über 70-Jährigen liegt die CDU vorn
Deutschlandtrend der ARD: AfD vor CDU/CSU
Bayern zählt 2025 mehr als doppelt so viele linke wie rechte Judenhass-Fälle
RKI: Drei Viertel der Tuberkulosefälle betreffen im Ausland Geborene
Mehrheit widerspricht Merz: 67 Prozent der Bürger sehen Migrationsproblem nicht gelöst
64 Prozent der Deutschen sagen: Merz wird häufiger kritisiert als frühere Kanzler
Mehr NIUS:
Deutschlandtrend der ARD: AfD vor CDU/CSU
Bayern zählt 2025 mehr als doppelt so viele linke wie rechte Judenhass-Fälle
RKI: Drei Viertel der Tuberkulosefälle betreffen im Ausland Geborene
Mehrheit widerspricht Merz: 67 Prozent der Bürger sehen Migrationsproblem nicht gelöst
64 Prozent der Deutschen sagen: Merz wird häufiger kritisiert als frühere Kanzler
Umfrage: AfD dominiert bei links-konservativen Beschäftigten und Arbeitssuchenden
Wirtschaftskompetenz: Unternehmer sehen Union vor AfD
Während immer weniger Personen Elterngeld beziehen, steigt der Anteil nicht-deutscher Empfänger
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare