Lieblingsspeise der Deutschen: Der unaufhaltsame Aufstieg der Pizza Salami
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Des Deutschen Lieblingsspeise war jahrelang „Pizza alla Romana“. So hieß die erste Tiefkühlpizza im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Auf den Markt gebracht wurde sie 1970 von Dr. Oetker. Sie kostete damals 2,95 DM. Teuer, wenn man den durchschnittlichen Monats-Verdienst eines Arbeitnehmers dagegen rechnet: gerade mal 1.112 DM. Trotzdem war diese erste Tiefkühlpizza eine Lebensmittelrevolution. Der Erfolg ist geblieben, vor allem bei der Pizza Salami.
Branchenanalysen schätzen den Anteil des Pizza-Geschäfts an Dr. Oetkers Umsätzen von zuletzt rund 4,3 Milliarden Euro auf immerhin 35 bis 40 Prozent, wie die Welt berichtet. Tiefkühlpizzen haben sich in Deutschland über die Jahre zur wichtigsten Produktkategorie in den Tiefkühltruhen von Supermärkten und Discountern entwickelt.
Jeder Bundesbürger isst 15 Fertigpizzen pro Jahr
Gut 395.000 Tonnen wurden 2024 über diese Absatzkanäle verkauft, meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (DTI). Dazu kommen weitere rund 30.000 Tonnen im sogenannten Außer-Haus-Markt, also in Bereichen wie Gastronomie und Kantinen. Im Schnitt isst damit jeder Bundesbürger fast 15 Fertigpizzen pro Jahr, heißt es vom Branchenverband. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor waren es zehn Pizzen, zur Jahrtausendwende ungefähr fünf.

Ungesund? Ja. Aber dafür lecker!
Die Lieblingssorte der Deutschen ist in all den langen Pizza-Jahren immer gleichgeblieben: Salami, mit weitem Abstand. Sie gehört zu den größten Wachstumstreibern für das Segment Tiefkühlkost (TK). Und dieser stetige Aufwärtstrend ist ungebrochen. Dabei kann man Pizza Salami nicht gerade als gesund bezeichnen. Mit rund 900 Kilokalorien, 24 Gramm Fett und 9,8 Gramm Zucker macht die Salami-Pizza ihrem ungesunden Ruf alle Ehre als wahre Kalorienbombe.
Die meisten Pizzen werden in den USA gegessen
An zweiter Stelle steht in Deutschland die Pizza Hawaii (mit Ananas). Bei den Italienern, im Mutterland der Pizza, steht die Neapolitana an erster Stelle (Basilikum, Mozzarella, Tomaten), dann die Margherita (mit Käse). Die meisten Pizzen werden in den USA gegessen (13 Kilogramm pro Person im Jahr), gefolgt von Italien (7,6 Kilogramm).
Warum lieben die Deutschen ihre Pizza immer mehr? Sicher ist es eine Frage des Preises, Fertig-Pizzen sind einfach günstiger als die beim Italiener nebenan. DTI-Geschäftsführerin Eichner: „Viele Kunden sind zwischen 18 und 30 Jahren jung. Sie sparen Zeit und Geld beim Essen.“ Also werde der Lieblingsitaliener in die eigenen vier Wände verlegt. Die Qualität der TK-Pizzen habe in den vergangenen Jahren merklich zugenommen: Die Pizza-Böden sind dünner und knuspriger geworden, die Preise sind im Wesentlichen stabil geblieben.
Fazit: Immer mehr Deutsche lieben ihre Pizza aus der Tiefkühltruhe. So geht er weiter – der unaufhörliche Aufstieg der Pizza Salami.
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