Oscar-Nominierungen 2026: Zählt Vielfalt mehr als Qualität?
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Gestern wurden die Nominierungen für die 98. Oscarverleihung bekannt gegeben. Doch die Filme werden bei den 24 Kategorien wohl zur Nebensache. Wichtiger scheint Diversity: Noch nie wurden so viele Frauen und Menschen anderer Hautfarben nominiert.
Spitzenreiter ist das Vampir-Epos „Blood & Sinners“ mit 16 Nominierungen. Wie die Zeitschrift „Variety“ berichtet, werden allein zehn schwarze Künstlerinnen und Künstler für ihre Arbeit an dem Film gewürdigt. Regisseur Ryan Coogler bekommt damit als siebter schwarzer Regisseur überhaupt eine Oscar-Nominierung. Sein Film über Zwillinge, die gegen Rassismus und übernatürliche Kräfte kämpfen, wird hoch gehandelt. Cooglers Ehefrau Zinzi wurde zudem als erste philippinischstämmige Produzentin in der Kategorie „Bester Film“ nominiert.
Überraschend: Der zweite Teil der Musicalverfilmung von „Wicked“ mit Ariana Grande und Cynthia Erivo wurde gar nicht erst gelistet, dafür aber Brad Pitts Formel-1-Film mit vier Nominierungen.

Regisseur Ryan Coogler bekommt als siebter schwarzer Regisseur überhaupt eine Oscar-Nominierung.
Oscars 2026: Rekordjahr für Lateinamerikaner
Noch nie wurden so viele Lateinamerikaner berücksichtigt: Der mexikanische Filmemacher Guillermo del Toro wird mit seiner „Frankenstein“-Verfilmung zum meistnominierten lateinamerikanischen Produzenten. Der puerto-ricanische Schauspieler Benicio del Toro ist der am häufigsten nominierte Lateinamerikaner in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“. Der brasilianischstämmige Wagner Moura ist als bester Hauptdarsteller in „The Secret Agent“ nominiert. Bekannt wurde er durch die Netflix-Serie „Narcos“. Die Zeitung Latin Times schreibt, die vielen Nominierungen seien das Neue Normal: „Latinos erscheinen nicht mehr nur als Gelegenheitsgäste bei den Academy-Awards.“

Der mexikanische Filmemacher Guillermo del Toro
So viele Frauen wie nie
Auch bei den Frauen gibt’s einen Rekord: 74 weibliche Filmschaffende sind in diesem Jahr nominiert. Unter ihnen ist die Regisseurin Chloe Zao für „Hamnet“. 2021 gewann sie schon den Oscar für das Drama „Nomadland“.
Emma Stone hält den Rekord als jüngste Frau mit sieben Oscar-Nominierungen. Für die Science-Fiction-Komödie „Bugonia“ ist die 37-Jährige gleich zweimal im Rennen – einmal als Schauspielerin, einmal als Produzentin.
Die 98. Verleihung der Academy Awards findet in der Nacht vom 15. auf den 16. März statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Talkmaster Conan O’Brien.
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