Arbeitgeber-Boss und Wirtschaftsweise warnen vor der demographischen Katastrophe im Land
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Zwei wichtige Wirtschaftsexperten haben sich über unsere Wirtschaft geäußert – ihre Erkenntnisse sind alarmierend.
Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier sagte im Handelsblatt über ...
... den Aufschwung
„Dieses Jahr geht es mit 0,2 Prozent leicht aufwärts. Wobei ich an dieser Stelle gleich klarstellen will: Dass wir uns in Deutschland gerne an Nachkommastellen aufhängen, konnte ich noch nie verstehen. Wir sehen einen leichten Aufschwung, der jetzt einsetzt, aber die Lage ist nicht gut, ob jetzt 0,2 oder 0,7 Prozent.“

Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier
... den alternden Mann
„Wir sind nicht der kranke, aber der alternde Mann. Aufgrund der Überalterung der Bevölkerung haben wir ein viel zu geringes Volumen an Arbeitsstunden. Gleichzeitig ist das Kapital überaltert, weil zu wenig investiert wird. Das Potenzialwachstum ist weiter auf einem historischen Tiefstand. Das ist die entscheidende Zahl.“
... die Schuldenbremse
„Was wir brauchen, ist eine Regelung, die Anreize schafft, dass Politiker Ausgaben tätigen, die sich nicht mehr in der eigenen Legislaturperiode auszahlen.“
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnte in der Augsburger Allgemeinen: „Wir müssen dringend die Rente ab 63 abschaffen“.
Er sagte über ...
... die Babyboomer-Generation
„Wenn die Babyboomer-Generation in den nächsten Jahren in den Ruhestand geht, droht den Unternehmen – bei Beibehaltung der Regelung – pro Jahr der vorzeitige Verlust Hunderttausender ihrer qualifiziertesten Beschäftigten. Es gibt jedes Jahr 500.000 mehr Menschen in Rente als neu in den Arbeitsmarkt eintreten. Wir müssen daher dringend die abschlagsfreie Frührente, also die sogenannte ab 63, abschaffen.“

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger
... den Standort Deutschland
„Ich mache mir ernsthaft Sorgen um den Standort Deutschland. Viele Menschen befinden sich in einer Wohlstands- und Sicherheitsillusion. Doch Deutschland fällt schon lange wirtschaftlich zurück. Und es geht jeden Tag, an dem wir nichts tun, noch mehr Wohlstand in Deutschland verloren.“
... Investitionen
„Unternehmen investieren immer weniger in Deutschland, obwohl bisher etwa 90 Prozent der Investitionen aus privater Hand getätigt werden und nicht vom Staat stammen. Besorgniserregend ist, dass immer weniger Investitionen aus dem Ausland am Wirtschaftsstandort Deutschland getätigt werden. Die Zahlen sind dramatisch. Wir haben in den letzten drei Jahren Rekordnettoabflüsse von rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. Warum sollten sich Unternehmen hier ansiedeln, wenn durch politische Entscheidungen wie die Frühverrentung das Angebot an Fach- und Arbeitskräften so gering ist?“
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