„Den Opportunismus der deutschen Industrie kann man gar nicht unterschätzen“
Ein Beitrag von
„Erlebe dein grünes Wirtschaftswunder.“ Damit warben die Grünen in Nordrhein-Westfalen noch im Jahr 2022. „Wirtschaft und Klima ohne Krise“, prangte auf einem Plakat mit Annalena Baerbock vor den Bundestagswahlen 2021. Seither: Dauerkrise in der Wirtschaft. Inflation, Energiepreis-Explosion und in Folge die Abwanderung zahlreicher Unternehmen.

Das Wirtschaftswunder der Grünen bleibt aus.
Es wird immer deutlicher: Die grüne „Wirtschafts“-Politik zerstört die deutsche Wirtschaft. Volkswagen kündigte nun an, mindestens drei Werke zu schließen. Zehntausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Der Grund: „Wir sind an den deutschen Standorten nicht produktiv genug und liegen aktuell bei den Fabrikkosten 25 bis 50 Prozent über dem, was wir uns vorgenommen haben. Damit sind einzelne deutsche Werke doppelt so teuer wie der Wettbewerb“, erklärt der VW-Markenchef Thomas Schäfer.
Mit etwa 120.000 Beschäftigten gehört Volkswagen zu einem der größten und wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland. Bei NIUS Live sprechen Alexander Kissler, Birgit Kelle und Julian Reichelt über die dramatische Entwicklung und darüber, dass diese teils hausgemacht ist. „Natürlich ist es kein Naturgesetz, dass etwas, das vier Reifen hat und rollt für immer am besten in Deutschland hergestellt wird, wenn man die Technologie, auf der dieser Erfolg beruht, versucht, komplett zu verändern und politisch verortet“, kommentiert Reichelt.
„Deutschland ist ein energiepolitischen Geisterfahrer“
Viel zu lange schon habe sich die deutsche Automobilindustrie, insbesondere Volkswagen von einer ideologischen Politik leiten lassen. „Den Opportunismus der deutschen Industrie kann man gar nicht unterschätzen“, stimmt Alexander Kissler zu. „Wenn die Regierung einen Befehl ausgibt, Richtung woke oder divers zu gehen, ist man sofort bereit, denen zu folgen. Da gehen Kräfte verloren für das Kerngeschäft“. Deutschland sei zu einem „energiepolitischen Geisterfahrer“ geworden – Atomkraft verbannen ohne taugliche Alternativen. Besonders die drei wichtigsten Pfeiler der deutschen Wirtschaft, Automobilindustrie, Maschinenbau und die Chemiebranche litten, da sie energieintensiv seien, so Kissler. „Deutschland hat keine konkurrenzfähige Kostenstruktur“.
Den Zerfall von Volkswagen und Co. hält Reichelt keineswegs für einen Zufall. „Die Grünen sind seit Tag eins ihrer Existenz eine Autohasser-Partei. Seit Tag eins träumen sie davon, das CO2-speihende Monster endlich zu verbannen“. Nur sei die Alternative E-Auto hierzulande längst nicht ausgereift. China und die USA lägen uns meilenweit voraus. Birgit Kelle attestiert der Ampel-Regierung und Kanzler Scholz einen „kompletten Realitätsverlust“. Jeden Tag koste diese Politik „Arbeitsplätze und Produktivität“.
Die ganze Sendung NIUS Live:
Mehr NIUS:
Stahl-Boss rechnet mit Klimapolitik ab: „Wir sind Opfer eines politischen Anschlags“
Nach Auto, Stahl und Energie streichen auch Pharma-Konzerne Investitionen in Deutschland
Wirtschaftsrat-Boss: „Ohne Kettensäge taumelt Deutschland in den Abgrund – und mit Kettensäge ebenso“
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Mehr NIUS:
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Nur noch 6 Prozent optimistisch: Absturz-Wirtschaft jetzt Sorge Nummer eins, dicht gefolgt von Migration
DIHK warnt vor nächster Gefahr für die Wirtschaft: Energiedeckel gefährdet Millionen Jobs
Arla übernimmt größte deutsche Molkerei: Milram wird dänisch
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare