Deutsche Unternehmen bremsen bei Einstellungen: Beschäftigungs-Tiefpunkt seit Corona-Krise
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Deutsche Unternehmen zeigen zunehmend Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter. Diesen Trend bestätigt auch das sinkende Ifo-Beschäftigungsbarometer, das im Februar den tiefsten Stand seit drei Jahren erreichte. Der Index fiel auf 94,9 Punkte, nachdem er im Januar noch bei 95,5 und im Dezember bei 96,5 Punkten lag.
„Die wirtschaftlich flaue Entwicklung lässt die Unternehmen bei Neueinstellungen zögern“, sagte Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe am Dienstag. „Auch der Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht mehr ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Diese Erkenntnisse stammen aus einer monatlichen Befragung von 9500 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungssektor über ihre Personalpläne für die nächsten drei Monate. Ein derart niedriger Wert des Barometers wurde zuletzt während der Pandemie im Februar 2021 registriert.
Insbesondere in der Industrie kündigt sich ein Personalabbau an. Auch der Einzelhandel plant, seine Geschäfte mit weniger Mitarbeitern zu führen. „Die schwierige Lage im Bau spiegelt sich ebenfalls in der Mitarbeiterentwicklung“, so Wohlrabe. Obwohl das Beschäftigungsbarometer im Dienstleistungssektor noch leicht positiv ausfällt, hat sich die Dynamik bei den Einstellungen spürbar verlangsamt. Einzig im Bereich der IT-Dienstleistungen und im Beratungssektor bleibt die Bereitschaft zur Einstellung neuer Mitarbeiter ungebrochen.
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