Deutsche Wirtschaft in Schieflage: 22 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahr!
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Nach einem Anstieg der Firmeninsolvenzen in Deutschland im vergangenen Jahr zeigt der Trend weiter nach oben. Im Februar lag die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen nach vorläufigen Daten des Wiesbadener Bundesamtes um 18,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Januar 2024 hatte der Anstieg 26,2 Prozent betragen.
Seit Juni 2023 seien somit durchgängig zweistellige Zuwachsraten im Vorjahresvergleich zu beobachten. Für das Gesamtjahr 2023 liegen inzwischen amtliche Zahlen vor: 17.814 Unternehmen meldeten im vergangenen Jahr Insolvenz an und damit gut ein Fünftel (22,1 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor.
Experten rechnen im laufenden Jahr mit einem weiteren Anstieg auf etwa 20.000 Firmenpleiten. Geschwächt von den Corona-Jahren, hohen Energiepreisen und gestiegenen Zinsen geraten immer mehr Unternehmen in Schieflage. Zudem sind Ausnahmeregelungen ausgelaufen, mit denen der Staat versucht hatte, eine Pleitewelle während der Pandemie abzuwenden.

In einer Analyse der Situation in Deutschland nannte eine Allianz-Studie die Politik der Bundesregierung als Hauptfaktor für den wirtschaftlichen Absturz.
„Die großen konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen am Standort Deutschland setzen der Wirtschaft zu. Daher ist leider auch für die kommenden Monate von einer weiteren Zunahme der Unternehmensinsolvenzen auszugehen. Denn immer mehr Unternehmen berichten von Zahlungsschwierigkeiten ihrer Kunden“, sagte DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers. Besonders betroffen seien die Bereiche Gesundheitsdienste und sozialen Dienste sowie Kfz-Handel- und Kfz-Reparatur.
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