Drei-Milliarden-Euro-Investment in Hefei: Volkswagen entwickelt erstmals Autos in China
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Volkswagen arbeitet gerade an einem Modell, wie es selten zu sehen ist in der Wirtschaftswelt: In der westlichen Welt kommt die Software künftig aus dem Silicon Valley, für die östliche Welt hat der Konzern in Hefei ein neues Zentrum aufgebaut, berichtet die FAZ. Rund drei Milliarden Euro hat der Konzern in den Standort investiert. Zu Hause ist Volkswagen bekanntlich in Wolfsburg – dort sollen bis 2030 etwa 35.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Die 10-Millionen-Stadt Hefei, das sagten VW-Manager in dieser Woche, ist nicht nur der erste Standort in der Konzerngeschichte, an dem Volkswagen ganze Autos, Plattformen und Architekturen von Fahrzeuggruppen eigenständig entwickelt, ohne dass Wolfsburg dazwischenfunkt. Es ist auch der neue Entwicklungsstandort für die VW-Autos in weiten Teilen der Welt. „Vor sechs Wochen haben wir angefangen, von hier Autos in den arabischen Raum zu exportieren“, sagt Thomas Ulbrich, Technikvorstand von VW in China. „Gerade evaluieren wir Zentralasien und Südostasien.“

Thomas Ulbrich, Technikvorstand von VW in China
Große China-Gewinne – längst Geschichte
Langfristig geht es um all die Märkte, die auf chinesische Technologie setzen und in die die chinesischen Autohersteller gerade mit Macht streben. Für Europas größten Autokonzern spitzt sich die Lage rund um die Welt zu. In Amerika belastet Trumps Zollpolitik das Geschäft, in Europa schwächelt die Nachfrage, und in China sind die hohen Gewinne von einst längst Geschichte.
Eine Sparrunde folgt auf die nächste, Vorstandschef Blume wirkt angeschlagen. Mit dem Zentrum in Hefei will er in China wieder aufholen. Vor allem aber will Volkswagen von Hefei aus den chinesischen Markt wieder aufrollen. Es ist der größte Markt für elektrifizierte Autos der Welt. Zuletzt seien in der EU 3,9 Millionen elektrifizierte Autos im Jahr verkauft worden, in China seien es 13,4 Millionen. „Wer immer ein großer Player bei Elektroautos sein will, muss hier sein.“
Auch Audi setzt auf China – mehr denn je
Nicht nur Volkswagen setzt auf China, sondern auch Audi. Das Unternehmen aus Ingolstadt treibt seine größte Produktoffensive in China weiter voran. „Damit unterstreicht das Unternehmen sein langfristiges Bekenntnis zu seinem weltweit wichtigsten Markt“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Die umfassende Produktoffensive von Audi im chinesischen Markt läuft im kommenden Jahr in hohem Tempo weiter. Gernot Döllner, CEO der Audi AG, sagt: „Wir haben unsere Aufstellung in China für die Zukunft neu ausgerichtet. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2025 haben wir fünf lokale Modelle neu auf den Markt gebracht. Jedes Modell ist speziell auf die Bedürfnisse unserer chinesischen Kunden ausgerichtet.“
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