Faßnacht erklärt: Einwanderung ins Sozialsystem erhöht die Inflation
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Seit über zwei Jahren ist die hohe Inflation in Deutschland ein beherrschendes Thema. Zuletzt fiel die Inflation auf 4,5 Prozent, damit ist sie weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Die Gründe für eine hohe Inflation können strukturell oder konjunkturell sein.
Wenig betrachtet wird, wie sehr die Einwanderung in das Sozialsystem zu einer strukturell höheren Inflation führt. Deutschland erlebt seit dem Jahr 2014 eine kontinuierliche Einwanderung in das Sozialsystem, die selbstverständlich auch ihre Effekte auf die Inflation hat.
Einwanderung kann sich positiv oder negativ auf die Inflation auswirken
Die Einwanderung kann Einfluss auf die Inflation haben, da sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in der Wirtschaft verändern kann. Einwanderung führt nicht generell zu einer höheren oder niedrigeren Inflation. Es hängt davon ab, ob das Angebot an Waren und Dienstleistungen, im Verhältnis zu der Nachfrage, steigt oder fällt.
Wenn Menschen aus anderen Ländern in ein neues Land einwandern, suchen sie normalerweise nach Arbeitsplätzen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das bedeutet, dass das Angebot an Arbeitskräften steigt, da es mehr Menschen gibt, die Arbeit suchen. Das ist grundsätzlich gut, da es dazu beiträgt, die Wirtschaft anzukurbeln.

Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), möchte mehr Fachkräfte aus dem Ausland holen. Das hat Auswirkungen auf die Inflation.
Sozialstaat und unkontrollierte Einwanderung
Deutschland ist ein Land mit hohen Sozialleistungen für Einwanderer. Einwanderer sind daher im besonderen Maße häufig nicht darauf angewiesen, für ihren Lebensunterhalt eine entsprechende Arbeitsleistung anzubieten. Darüber hinaus gibt es einen Mindestlohn in Deutschland, der einen Stundenlohn von 12 Euro garantiert.
Wenn also jemand seine Arbeitsleistung gar nicht anbietet, also gar nicht arbeiten will, oder wenn seine Arbeitsleistung aufgrund fehlender Qualifikation, Sprachkenntnisse oder Fähigkeiten nicht einmal 12 Euro (plus Lohnnebenkosten) pro Stunde wert ist, dann erhält die Person Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld, und bekommt die Kosten für Wohnung und Energie erstattet.

Anspruch auf Bürgergeld hat laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wer erwerbsfähig ist und seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken kann.
Höhere Staatsausgaben – höhere Inflation
Das führt einerseits direkt dazu, dass die Staatsausgaben steigen, die aus Steuern oder Staatsschulden finanziert werden müssen. Alleine dadurch wird ein Inflationsdruck erzeugt. Höhere Steuern und höhere Staatsschulden für konsumtive Zwecke führen beide zu geringerer Wertschöpfung – und weniger Wertschöpfung bei unveränderter Geldmenge verursacht Inflation.
Auch steigt die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen von Seiten der Einwanderer in das Sozialsystem, ohne dass ein zusätzliches volkswirtschaftliches Angebot geschaffen worden wäre. Höhere Nachfrage bei gleichem Angebot ergibt ebenso Inflationsdruck.

Der Inflationsdruck steigt.
Das Wohlstandsniveau sinkt
Die Einwanderung ins Sozialsystem führt also nicht nur zu höheren Staatsausgaben, die entweder zu höheren Staatsschulden oder höheren Steuern führen, sondern führt auch direkt zu einer höheren Inflation im Wirtschaftsbetrieb insgesamt. Das Wohlstandsniveau in Deutschland wird über eine niedrigere Wertschöpfung und höhere Inflation reduziert.
Wer die strukturelle Inflation in Deutschland reduzieren möchte, der sollte vor allem genau jene Einwanderung nach Deutschland vermeiden, die im Sozialsystem endet. Ebenso sollte die Einwanderung an die Möglichkeit geknüpft sein, dass Einwanderer in Deutschland wertschöpfend tätig sind. Ein großer Teil der Einwanderung der letzten zehn Jahre hat eben nicht diesen Maßstäben entsprochen und damit strukturell die Inflation in Deutschland erhöht.
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Diego Faßnacht
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