FDP-Politiker Ullrich über das Auto: „Wir brauchen es. Hört auf mit dem Kulturkampf“
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Spätestens seit der EU-Entscheidung, ab 2035 in der Europäischen Union nur noch Elektro-Autos neu zuzulassen, ist die deutsche Autoindustrie in einer massiven Krise. Denn ihr Erfolg und Prestige beruht auf dem Verbrenner-Motor. Die Konkurrenz aus China wächst – schon jetzt ist die Volksrepublik der weltweit größte Produzent von Elektroautos. Hinzu kommt, dass die Energie-Politik der Ampel-Regierung wirtschaftliche Investitionen in Deutschland immer unattraktiver macht. Strom- und Gaspreise sind für Unternehmen kaum noch bezahlbar. Viele verlegen die Produktion ins Ausland.
„Wir haben uns zu stark, zu schnell und zu billig verkauft“, findet auch FDP-Bundestagsabgeordneter Gerald Ullrich. „Deutschland fällt im internationalen Wettbewerb zurück“, sagt er im Nachrichten-Talk „Stimmt!“.

FDP-Bundestagsabgeordneter Gerald Ullrich bei „Stimmt!“
Problematisch sei nicht nur das Ausschalten der Atomkraftwerke, sondern auch die Pflicht, in bestimmten Branchen Produktionsschritte offenzulegen. „Zum Beispiel in der Scheinwerfer-Industrie“, so Ullrich. „Das hat die deutsche Industrie, auch unabhängig von der Politik schon 20 Jahre zugelassen“. Für China sei es ein Kinderspiel, hiesige Technologien billig zu kopieren.

Ein chinesisches Elektroauto der Marke BYD.
Der FDP-Politiker hält eine sachliche Debatte für angebracht. „Das E-Auto hat seine Berechtigung“. Doch der Markt solle regeln, statt Subventionen. Erkennbar sei, dass vor allem urbane Gebiete Stimmung gegen das Auto, insbesondere den Verbrenner machen, so Ullrich im NIUS-Talk. „Ich komme aus dem sehr ländlichen Thüringen. Ohne Auto sind die Leute bei uns aufgeschmissen“. Natürlich kämen neue Technologien und der fossile Verbrenner könne irgendwann von E-Fuels abgelöst werden.
Klar sei jedoch: „Wir brauchen das Auto. Liebe Leute, hört auf mit dem Kulturkampf“.
Die ganze Folge „Stimmt!“ gibt es hier:
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