Frankreich führt einen Reparatur-Bonus für Kleidung und Schuhe ein
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Frankreich hat nun einen Reparaturbonus für Kleidung und Schuhe eingeführt. Schneiderwerkstätten und Schuhmacher können sich dafür online registrieren. Fast 600 sind bereits dabei. Je nachdem, was repariert wird, beträgt die Förderung für die Reparaturen zwischen 6 und 25 Euro.
Etwa 700.000 Tonnen Kleidung schmeißen die Franzosen jährlich weg. Dem möchte das Projekt entgegenwirken. Reparieren statt neu kaufen lautet das Ziel. Bis 2028 stehen dem Bonusprogramm etwa 154 Millionen Euro zur Verfügung.
Bonus darf 60 Prozent der Reparaturkosten nicht überschreiten
Aber wie funktioniert das genau? Der Bonus gilt ab einer Reparatur in Höhe von zwölf Euro Kosten. Man kann sich beispielsweise das Innenfutter der Winterjacke flicken oder eine neue Schuhsohle anbringen lassen. Der Bonus darf 60 Prozent der Reparaturkosten nicht überschreiten. Ausgeschlossen von dem Programm sind Lederwaren, Pelzkleidung und Unterwäsche.

Auch Schneidereien machen mit beim Reparaturbonus-Programm.
Dem Kunden wird direkt beim Schneider oder Schuster der Bonus von der Rechnung abgezogen. Die teilnehmenden Werkstätten erhalten am Ende des Monats den ausgezahlten Bonus erstattet. Das Geld kommt vom Unternehmen Refashion, das wiederum aus Fonds schöpft, in die Textil- und Schuhproduzenten bisher rund 150 Millionen eingezahlt haben.
In Deutschland gibt es inzwischen in zwei Bundesländern einen Reparaturbonus für Verbraucher – in Thüringen und seit November auch in Sachsen – allerdings nur für defekte Elektro- und Elektronikgeräte.
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