Führendes Stahlunternehmen: „Grüner Wasserstoff ist zu teuer“
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Der Stahl-Riese ArcelorMittal hat eingeräumt, dass es seine europäischen Werke nicht mit grünem Wasserstoff betreiben kann. Als Grund nennt das Unternehmen: der am Ende produzierte grüne Stahl sei international nicht wettbewerbsfähig, berichtet hydrogeninsight.
„Wir werden es nicht nutzen können, weil wir uns damit völlig aus dem Markt katapultieren würden“, so Geert van Poelvoorde, Chef der europäischen Operationen von ArcelorMittal.
Fossiles Gas statt grüner Wasserstoff
Trotz milliardenschwerer EU-Subventionen für die Installation entsprechender Anlagen plant der Stahlriese stattdessen, fossiles Gas zu verwenden oder den Bau von subventionierten Anlagen zur Direktreduktion von Eisen in Europa zugunsten von Importen aus dem Ausland zu verzögern. Der Einsatz von grünem Wasserstoff, der in der Stahlindustrie zur Dekarbonisierung beitragen könnte, scheitert laut van Poelvoorde an den hohen Kosten in Europa.

Geert van Poelvoorde, europäischer ArcelorMittal-Chef
Van Poelvoorde betont, dass für die Wettbewerbsfähigkeit von mit Wasserstoff hergestelltem grünen Stahl in der EU die Wasserstoffpreise nahe bei 2 Euro pro Kilogramm liegen müssten – die derzeitigen Kosten für die Produktion von Wasserstoff durch Elektrolyse in Europa liegen aber bei etwa 6 bis 7 Euro pro Kilogramm, möglicherweise 5 Euro mit Optimierungen. Selbst die Einfuhr von grünem Wasserstoff erscheint nicht machbar, da allein die Transportkosten aus Afrika, wo die Produktion günstiger ist, 1,50 Euro pro Kilogramm betragen.
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