Handwerkspräsident schlägt Alarm: Bau-Branche in der Krise
Die deutsche Bauwirtschaft erlebt eine Krise: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Auftragszahlen um mehr als 20 Prozent eingebrochen – und schon 2022 wurden das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, 400.000 neue Wohnungen zu bauen, meilenweit verfehlt. Erhöhte Rohstoffkosten ließen die Preise steigen, gestiegene Zinsen machen es für viele Haushalte und Unternehmen unmöglich zu investieren.
Deshalb schlägt Handwerkspräsident Jörg Dittrich nun Alarm!

Handwerkspräsident Jörg Dittrich
Deutschlands oberster Handwerker fordert einen Krisengipfel Bau: „Wir brauchen eine Krisenrunde zum Bau, einen Bau-Krisengipfel.“ Es brauche ein Aufbruchssignal. „Die jüngsten Vorschläge der Bauministerin lassen hier schon Bewegung erkennen - jetzt brauchen wir einen Handlungsfahrplan“, so Dittrich zur dpa.
Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hat steuerliche Anreize vorgeschlagen, um den kriselnden Wohnungsbau anzukurbeln. Dittrich sagte, die Baubranche habe einen großen Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Das Bauvolumen breche ein, die Lage drohe dramatisch zu werden - mit weitreichenden Auswirkungen für die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. „Der Bau ist eine Schlüsselbranche“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.
Die Baubranche ist mit rund 75.000 Unternehmen und knapp 900.000 Beschäftigten für rund zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes verantwortlich.

SPD-Bauministerin Klara Geywitz
Ampel-Ziel weiter verfehlt
Die Ampel-Regierung hatte sich wegen des anhaltenden Wohnungsmangels und der dadurch rasant ansteigenden Preise für Häuser und Mieten zum Ziel gesetzt, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen. Fest steht schon jetzt: Das Ziel wird meilenweit verfehlt werden.
2022 waren es nur 295.000 neue Wohnungen, 2023 werden es nur noch 250.000 Wohnungen sein. Und eine Analyse des Ifo-Instituts zeigt, dass die Bau-Zahlen bis 2025 auf dann nur noch 200.000 neue Wohnungen – also auf die Hälfte des Ampel-Ziels – einbrechen werden.
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