Kosten senken, Rendite sichern: Bosch streicht 13.000 Jobs in Deutschland
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Einer der weltweit größten Zulieferer der Automobilbranche setzt erneut den Rotstift an! Nach einem großen Sparprogramm im vergangenen Jahr sollen weitere 13.000 Stellen an allen deutschen Standorten wegfallen.
Bei Bosch sollen in der Kernsparte „Mobility“ laut Handelsblatt eine „fünfstellige Zahl“ an Arbeitsplätzen abgebaut werden. Die Bosch-Manager Stefan Grosch und Markus Heyn hatten bereits in der Stuttgarter Zeitung angekündigt, dass Einsparungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bis 2030 nötig seien. Daher wurde zuvor mit einem Jobabbau gerechnet.
Größere Anpassungen plane Bosch unter anderem an den Standorten Stuttgart-Feuerbach, Schwieberdingen, Waiblingen und Bühl/Bühlertal in Baden-Württemberg sowie im saarländischen Homburg.

Stefan Grosch (r), Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, verkündete den Stellenabbau am Donnerstag
„Wir müssen dringend an der Wettbewerbsfähigkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken. Dazu setzen wir viele Hebel in Bewegung“, sagte Bosch-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Stefan Grosch. „Bedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau über das bereits kommunizierte Maß herum. Das schmerzt uns sehr, doch es führt leider kein Weg daran vorbei.“ Die Maßnahmen sollten bis Ende 2030 abgeschlossen sein, teilte das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart mit.
Bereits im vergangenen Jahr strich Bosch weltweit rund 12.000 Jobs – rund 4.500 davon an deutschen Standorten. Ziel des Managements: Die Rendite stabilisieren. Denn man wolle von den aktuell 3,8 Prozent eher auf 7 Prozent Rendite steigen. Der Sparkurs betreffe den gesamten Konzern, vom Automobilbereich bis hin zu den Haushaltsgeräten.
Jubiläumsgeschenke ebenfalls gestrichen
Für die bleibenden Mitarbeiter wird es ebenfalls Kürzungen geben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen die Geschenke zu silbernen und goldenen Jubiläen wegfallen. „Betroffen sind alle Beschäftigten, die bisher bei 10, 25 oder 40 Jahren Betriebszugehörigkeit Geldprämien, Sachgeschenke, Urkunden und sogar Sonderurlaub bekamen“, schreibt die Zeitung.
IG-Metall: „Robert Bosch würde im Grabe rotieren!“
Die IG Metall hat mit heftiger Kritik auf die Stellenabbau-Pläne beim Zulieferer Bosch reagiert. „Nach Ihren jüngsten Ankündigungen würde Robert Bosch im Grab rotieren!“, warf Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, dem Management des Unternehmens in einer Mitteilung vor. „Sie treten die Werte mit Füßen, die Bosch erfolgreich gemacht haben: Zuverlässigkeit, Verantwortung und ein faires Miteinander.“
Die IG Metall kündigte Widerstand gegen die Maßnahmen an. „Wir werden uns als IG Metall wehren. Es geht um viele tausend Beschäftigte von Bosch, die ihren Arbeitsplatz verlieren, es geht um deren Familien und es geht um Regionen, die Perspektive, Kaufkraft und Steuereinnahmen verlieren.“ Es gehe aber auch um den Industriestandort als Ganzes.
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