Miet-Explosion & Immobilienkrise: SPD-Bauministerin Geywitz tut Studie als „unseriös“ ab
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Die Ampel hat 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen – und versagt kläglich bei ihrem selbstgesteckten Ziel. Bis Ende letzten Jahres wurden nur 270.000 Wohnungen fertiggestellt.
Eigentlich hätten planmäßig 100.000 Wohnungen als Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt werden sollen, tatsächlich waren es aber nur 30.000. Auch die Prognosen für 2024 sehen nicht besser aus. Im laufenden Jahr rechnet SPD-Bauministerin Klara Geywitz mit insgesamt 265.000 neuen Wohnungen und verweist auf die Krise in der Baubranche und die anhaltende Rezession.
Gegenwind für Geywitz
Eine Studie des Pestel-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland mehr als 900.000 Sozialwohnungen fehlen und die Ampel Milliarden für den Wohnungsbau nutzlos verschleudert.
In der ARD bezeichnet SPD-Ministerin Geywitz die alarmierende Studie des renommierten Instituts als „unseriös“ und unterstellt, dass die Zahlen ausgedacht seien.
Das Bündnis für „Soziales Wohnen“ kritisiert die SPD-Bauministerin scharf und macht klar, dass von der aktuellen Politik vor allem die Vermieter profitieren.
Die Ampel verschärft die Preisexplosion
Die Mieten steigen rasant, weil der Staat stillschweigend die Mietexplosion akzeptiert und die Ämter sämtliche Wucherpreise zahlen. Das verfälscht den Wettbewerb und treibt den Mietspiegel nach oben. Das Pestel-Institut hat ermittelt, dass das Jobcenter in München Quadratmeterpreise von 19,40 Euro durchwinkt, dicht gefolgt von Hamburg und Stuttgart. Die Mehrkosten für Bürgergeld-Bezieher werden von den Wissenschaftlern mit 700 Millionen beziffert, verglichen mit der Durchschnittsmiete, auf die sich Hubertus Heil von der SPD bezieht.

Mietpreise in deutschen Metropolen
Auch der Deutsche Mieterbund kritisiert, dass immer höhere staatliche Zahlungen kein probates Mittel seien, um der anhaltenden Immobilienkrise wirksam zu begegnen. Erstmals verteilte der Staat im vergangenen Jahr mehr als 20 Milliarden Euro fürs Wohnen. 15 Milliarden werden über die Jobcenter gezahlt, 5 Milliarden werden als Wohngeld ausgegeben. Der Etat für den sozialen Wohnungsbau wird wiederum mit nur 4 Milliarden beziffert.
Hohe Nachfrage, wenig Angebot: Rekordpreise in den Metropolen
Das Wohnbarometer von Immoscout24 hat das letzte Quartal 2023 mit dem Vorjahr verglichen – die Zahlen sind erschreckend! Selbst bezahlbare Städte werden immer teurer und auch auf dem Land legt die Nachfrage massiv zu! Wer jetzt auf Wohnungssuche ist, muss tief in die Tasche greifen und braucht starke Nerven.
Vorreiter ist Berlin mit einer Steigerung um ganze 20 Prozent, gefolgt von Stuttgart mit rund 15 Prozent, Köln legt um satte 14 Prozent zu und das ohnehin schon teure München steigert sich um weitere 13 Prozent. Mittlerweile zahlt man in der bayrischen Landeshauptstadt stolze 24 Euro pro Quadratmeter, der durchschnittliche Preis für eine 70 Quadratmeter-Wohnung im Neubau pendelt sich bei etwa knapp 1700 Euro Kaltmiete ein.
Der Quadratmeterpreis in Köln liegt jetzt bei rund 13 Euro und ist somit auf einem ähnlich hohen Niveau wie Hamburg. Deutlich günstiger sind die Mieten in Leipzig – hier zahlt man noch 8 Euro pro Quadratmeter, Tendenz steigend. Verglichen mit dem Vorjahr klettern hier die Preise um 5 Prozent nach oben. Doch nicht nur in den Ballungsräumen legen die Preise zu – bundesweit steigen die Mieten um etwa 6 Prozent.
Anhaltender Trend: Raus aus der Stadt!
Wegen des knappen Angebots suchen viele Mieter jetzt außerhalb der Metropolen. Im städtischen Umland steigt die Nachfrage um rund 11 Prozent, im ländlichen Raum um ganze 10 Prozent! Gleichzeitig konnte sich das Nachfragehoch in den Metropolen somit um 2 Prozent verringern.
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