Mit Nacktbildern für Kinderkochbuch, neue Sonnenbrille gegen Depressionen: Die bizarren Werbe-Methoden der Cathy Hummels
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Werbung auf Instagram gehört zu den skurrilsten Dingen, die im Internet zu finden sind: Junge Menschen, die Eiweißshakes aus Marmeladengläsern trinken, ihre Zähne mit schwarzer Lavaerde schrubben oder auf die lebensverändernde Wirkung von überteuerten Vitaminpillen schwören. Und doch gibt es eine unangefochtene Königin der Fremdschäm-Werbung: Cathy Hummels, die mit derart bizarren Werbe-Methoden arbeitet, dass man fast nicht glauben kann, dass sie ernst gemeint sind.
Vier Oben-ohne-Fotos auf einer altrosa Couch, den Blick lasziv in die Kamera gerichtet, ein Kinder(!)-Kochbuch mit Kind(!) auf dem Cover über den Brüsten(!): Dieses Setting hielt Influencerin und Mats-Hummels-Ex Cathy Hummels für eine gute Idee, um ihr Buch zu bewerben.

„Sorry … peinlicher geht es kaum!“
Ihre Follower sahen das anders. Nachdem Hummels die Bilder hochgeladen hatte, um zum Kauf ihres Kochbuchs für Kinder zu animieren, das sie 2020 geschrieben hatte, hagelte es wütende Kommentare: „Ein Kinderbuch, auf dessen Cover auch noch ein Kind zu sehen ist, so zu präsentieren, geht einfach gar nicht“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere: „Ein Kinderkochbuch nackt bewerben? Sorry … peinlicher geht es kaum!“
Das Kochbuch auf den Brüsten ist nicht der erste Werbe-Fehltritt der ehemaligen Spielerfrau. 2022 leistete sie sich einen Fauxpas, der sprachlos macht. Die heute 36-Jährige warb damals für eine Sonnenbrille, die gegen Depressionen helfen soll.
Unter einem Foto, auf dem sie mit einer glitzernden Sonnenbrille abgebildet war, textete sie: „Wenn man eine Depression hat, ist oft alles schwarz/weiss. Derweil ist Farbe viel schöner. Doch wie bekommt man Farbe in sein trübseliges Gedankenkarusell? Ein Faktor, der helfen kann, ist Licht. Sonne. Let’s shine.“ Dann nannte Hummels den Namen der Sonnenbrillenmarke.
Ein Modeaccessoire, das gegen eine schwere psychische Erkrankung helfen soll – absolut geschmacklos und ein Affront gegenüber allen, die ernsthaft an dieser lebensbedrohenden Krankheit leiden.
Dass Hummels die Erkrankung zur kleinen Verstimmung herunterspielte, die man allein mit dem passenden Mode-Accessoire in den Griff bekommen könnte, nahmen ihr viele Betroffene übel. Wenig später löschte sie den Post.
Auch die Nackt-Bilder hat Hummels inzwischen wieder gelöscht. Stattdessen wirbt sie nun angezogen für ihr Werk aus 2020.

Darunter schreibt sie: „Und jetzt seid mal ehrlich: Hättet ihr unter dem Foto genauso stark diskutiert, wenn ich nur im Jogginganzug auf dem Sofa gesessen wäre?“
Eine trotzige Antwort an alle Kritiker, die zeigt, dass Hummels nicht verstanden hat, warum nicht der Shitstorm gegen sie das Problem ist, sondern ihr fehlendes Fingerspitzengefühl. Dass man ein Produkt, auf dem ein Kind abgebildet ist, nicht nackt bewirbt, sollte sogar in einer entfesselten Instagram-Werbewelt Konsens sein.
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