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Wirtschaft

Exklusive Regierungszahlen: Unfassbare Bürgergeld-Fakten, bei denen man keine Lust mehr hat, morgens früh aufzustehen

Wie viel Bürgergeld erhalten nicht-erwerbstätige Familien mit Kindern in Deutschland? Modellrechnungen zu dieser Frage gibt es viele. Nun liegen NIUS erstmals exklusive Zahlen aus der Bundesagentur für Arbeit vor, die Licht ins Dunkel bringen. So erhielt eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern im Juli 2023 rund 2.500 Euro an Transferleistungen – zahlreiche Zusatzleistungen sind dabei noch nicht mit eingerechnet.

Insgesamt gab es im Juli 2023 in Deutschland rund 2,9 Millionen Bedarfsgemeinschaften. So definiert die Bundesagentur für Arbeit, wenn eine oder mehrere Personen in einem Haushalt zusammenleben und mindestens eine Person erwerbsfähig ist. Es können also auch Singles oder Alleinerziehende als Bedarfsgemeinschaften gelten.

Im Durchschnitt erhielten diese Bedarfsgemeinschaften im Juli dieses Jahres 1.381 Euro an Bedarfsleistungen. Das geht aus einer exklusiven Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer abgefragt hat.

Rund 2,9 Millionen Bedarfsgemeinschaften empfangen Bürgergeld.
Rund 2,9 Millionen Bedarfsgemeinschaften empfangen Bürgergeld.

Umso mehr Kinder, desto höher die Leistungen

In den Zahlungen enthalten: Durchschnittlich 526 Euro für die Wohnung, die sich wiederum aus 353 Euro an laufenden Kosten wie der Miete und 166 Euro an Heiz- und Betriebskosten zusammensetzen. Das Kindergeld wird beispielsweise zum anrechenbaren Einkommen hinzugezählt, womit sich der eigentliche Bürgergeld-Betrag verringert. Nicht inkludiert sind in der Berechnung zusätzliche monatliche Leistungen wie beispielsweise die Befreiung von den Rundfunkgebühren oder Zuschüsse für den Schulbedarf der Kinder.

Vor allem bei Partner-Bedarfsgemeinschaften, also Familien mit zwei Erziehungsberechtigten, die Kinder haben, steigen die Bezüge deutlich. Im Durchschnitt hatten diese Familien einen Anspruch auf Bürgergeld in Höhe von 2.584 Euro. Von dieser Summe waren durchschnittlich 825 Euro für die Unterkunft eingeplant. Umso mehr Kinder, desto höher fielen auch die Leistungen aus.

Unter Partner-Bedarfsgemeinschaften versteht die Bundesagentur einen Haushalt mit zwei erwachsenen Partnern.
Unter Partner-Bedarfsgemeinschaften versteht die Bundesagentur einen Haushalt mit zwei erwachsenen Partnern.

Familien mit drei Kindern standen im Juli 2023 durchschnittlich 2.899 Euro zur Verfügung. 933 Euro waren dabei für die Unterkunft vorgesehen. Bei Familien mit fünf oder mehr Kindern lag die durchschnittliche Summe schon bei 4.150 Euro. Zur Erinnerung: Zusatzleistungen wie die Befreiung von der Rundfunkgebühr sind hier nicht mit eingerechnet.

„Arbeit muss sich endlich wieder lohnen!“

„Die hohen Bürgergeld-Beträge sind für die arbeitende Bevölkerung nicht mehr vermittelbar“, kritisiert der AfD-Politiker René Springer im Gespräch mit NIUS. „Wer im Niedriglohnsektor arbeitet, überlegt es sich zweimal, ob er sich zukünftig noch den Buckel krumm macht, wenn nach Abzug aller Kosten das Leben auf der Couch genauso einträglich ist.“

AfD-Politiker René Springer fordert, dass Arbeit sich wieder lohnen muss.
AfD-Politiker René Springer fordert, dass Arbeit sich wieder lohnen muss.

Die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung des Bürgergeldes um 12 Prozent sei ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht vieler Arbeitnehmer, meint der sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. „Damit muss Schluss sein. Arbeit muss sich endlich wieder lohnen!“

Die Bürgergeldzahlungen werden im kommenden Jahr deutlich steigen. Derzeit erhalten Alleinerziehende 502 Euro und Ehegatten 451 Euro. Ab 1. Januar 2024 liegen die Sätze bei 563 Euro und 451 Euro. Von derzeit rund 5,5 Millionen Bürgergeld-Beziehern sind 2,9 Millionen Deutsche und 2,6 Millionen Ausländer. Der Migrationsanteil unter allen Langzeit-Empfängern liegt bei rund 62,5 Prozent.

Mehr NIUS:
„Das Bürgergeld ist sozial nicht gerecht“: Landrat Kerth erklärt, warum er aus der SPD austritt

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