Lufthansa fliegt Rekordgewinn ein
Die Lufthansa erlebt eines ihrer besten Jahre in der Konzerngeschichte: Mit einem Gewinn von rund 900 Millionen Euro im zweiten Quartal steuert der deutsche Luftfahrt-Konzern auf einen Jahres-Gewinn von 2,6 Milliarden Euro zu. Grund dafür: hohe Nachfrage nach Flügen und ein parallel dazu knapperes Angebot. Das führte zu mehr Passagieren bei der Lufthansa und zeitgleich höheren Ticketpreisen.
Dabei war der Konzern während der Corona-Pandemie noch unverschuldet tief in die Krise gerutscht, musste mit Milliarden-Krediten und einem Aktien-Einstieg der Bundesregierung gestützt werden– die Kredite sind aber inzwischen mit Gewinn für den Fiskus zurückgezahlt. Seither steigt die Lufthansa geschäftlich in ungeahnte Höhen.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzuender der Lufthansa
Im zweiten Quartal steigerte die Lufthansa ihren Umsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn verdreifachte sich nahezu auf knapp 1,1 Milliarden Euro und lag damit so hoch wie nie in einem zweiten Quartal. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 881 Millionen Euro und damit dreieinhalbmal so viel wie ein Jahr zuvor.
Die Airline-Gruppe profitierte von hoher Nachfrage, vor allem nach Premiumtickets. Die Durchschnittserlöse, ein Gradmesser für die Ticketpreise, stiegen um 13 Prozent, da das Angebot zugleich knapp war. Die Lufthansa hatte Anfang des Jahres das Flugprogramm reduziert, um ein ähnliches Chaos im Flughafenbetrieb, unter dem die Kunden im vergangenen Jahr litten, zu vermeiden.
Den Jahresausblick konkretisierte der Konzern: Erwartet werde ein bereinigter Betriebsgewinn von mehr als 2,6 Milliarden Euro, das liegt etwas über der bisherigen Analystenprognose. Die Lufthansa Group geht auch für den Rest des Jahres von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Flugtickets aus. Derzeit lägen die Buchungen für August bis Dezember bei mehr als 90 Prozent des Buchungsniveaus von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der für den Luftverkehr verheerenden Corona-Pandemie.
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