Selbst Bloomberg warnt: Wie das grüne Heizunugsgesetz Eigenheim-Besitzer enteignet
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Das sogenannte Heizungsgesetz von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war nicht nur größter Kriegsschauplatz der sowieso zerstrittenen Ampel-Regierung, das Gebäudeenergiegesetz kommt zusammen mit den energetischen Sanierungsverpflichtungen der EU auch einer gigantischen Enteignung deutscher Eigenheim-Besitzer im grünen Gewand gleich.
Denn: Wenn eine Regierung eine bestimmte Sanierung – in dem Fall den Einsatz eines gewissen Heizungssystems – zur Pflicht macht, verliert eine Immobilie von jetzt auf gleich eben diesen Wert der notwendigen Sanierung. So werden Millionen Haus-Besitzer auf einen Schlag um Zehntausende Euro enteignet. Denn viele wollen oder können die Summen für gesetzlich verpflichtende energetische Sanierungen nicht bezahlen.
Zu dieser Erkenntnis kommt der weltweit anerkannte Finanz-Informationsdienst Bloomberg.

So berichtet Bloomberg.
„In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der EU, wird immer deutlicher, dass viele Haushalte entweder nicht willens oder nicht in der Lage sind, Mittel für die Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Häuser aufzuwenden“, heißt es unter der Überschrift „Banken warnen vor wachsenden energierelevanten Risiken in Hypothekenportfolios“.
„Alle Banken sind mit demselben Problem konfrontiert“, wird Tobias Horn, Chef des Portfolio-Managements der Deutschen Bank, der inländische Immobilienwerte in Höhe von 175 Milliarden Euro verwaltet, zitiert. Das gesamt-europäische Bild sei, dass nicht genug Geld da ist“, wird Chef-Makroökonom der ING-Bank Carsten Brzeski zitiert. Und weiter: „Man kann Hausbesitzer nicht zur Renovierung zwingen.“
Das Problem: Mit dem schwindenden Wert der Häuser durch die Sanierungspflicht, schrumpft auch der Gegenwert, der die privaten Häuslebauer-Kredite stützt. Nicht nur die Besitzer werden enteignet, die Finanzierung wird unsicherer. Manche Banken werden die Reißleine ziehen müssen.
Bloomberg zufolge seien mehr als 60 Prozent der deutschen Wohnimmobilien durch das neue Gesetz bald renovierungsbedürftig, die Kosten werden auf einen gigantischen Rahmen zwischen 740 Milliarden und 1 Billion Euro geschätzt.
Allein in Schleswig-Holstein 150 Milliarden Euro nötig
Was das in der Praxis bedeutet, bringt der Grüne Kommunalpolitiker Kai Nielsen für sein Heimat-Bundesland schleswig-Holstein auf den Punkt „In Schleswig-Holstein werden die Kosten für klimaneutrales Wohnen für die 837.000 Wohngebäude auf bis zu 150 Milliarden Euro geschätzt. Über 50 Prozent der Gebäude sind nicht oder nur gering saniert. Fast 70 Prozent der Gebäude sind 40 Jahre und älter. Wer das bezahlen soll? Unklar.“
Der Chef des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen und frühere SPD-Innenminister Andreas Breitner sagt dazu der Schleswig-Holsteinischen Zeitung: „Entweder gehen dabei die Mieter oder die Vermieter pleite.“ In Schleswig-Holstein leben aber nicht einmal 2,9 der 84 Millionen Menschen in Deutschland.
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