Steak und Gummibärchen: Özdemir verkauft den Chinesen, was er uns verbieten möchte
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Er ist dem Kanzler extra nach Peking nachgereist, weil ihm das Thema so wichtig ist: Bundesernährungsminister Cem Özdemir (Grüne). Das Besondere und auch das Groteske: Özdemir verkauft den Chinesen, was er bei uns verbieten oder einschränken will: Rindfleisch, Schweinefleisch, Gummibärchen.
Özdemir ist der Minister, der neben Robert Habeck (Grüne) durch ständig neue Vorschläge, Gebote und Verbote auffällt. Kürzlich machte er von sich reden, weil er sich nicht von den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) distanzierte. Die Kommission, die jahrelang einen maximalen Fleischkonsum von 600 Gramm pro Woche empfohlen hatte, schreckte mit neuen Richtlinien die Nicht-Vegetarier in Deutschland auf. Danach soll jetzt jeder maximal 70 Gramm Fleisch in der Woche verzehren – das entspricht etwa einer Bratwurst. Ob diese Regel in eine Özdemir-Forderung einfließen soll, ist noch nicht endgültig beschlossen.

Bezahlbares Rindfleisch: für Deutschland verpönt, für China gerade recht?
Experten erwarten besonders günstige Fleischpreise für die Chinesen
Özdemir hatte sich bei den deutschen Landwirten unbeliebt gemacht, weil er im Namen des „Tierwohl-Labels“ Landwirte zu größeren Ställen zwingen wollte. Weil dies nach Ansicht der Bauern nicht finanzierbar war, gingen die Bauern auf die Straße. Landwirtschaftsminister Özdemir ist bei vielen Landwirten zum Buhmann geworden. Der Mann, der in Deutschland günstiges Rindfleisch verbieten will, tut in China genau das Gegenteil.
Tatsächlich will China nach über 20 Jahren die BSE-Importbeschränkungen für deutsches Rindfleisch fallen lassen. Auch wenn über Preise noch nichts bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass China nicht Fleisch einführen will, das so teuer ist wie in unseren Supermärkten. Experten erwarten, dass besonders günstige Fleischpreise für die Chinesen gemacht werden.

Özdemir und Minister Yu Jianhua sind handelseinig: Rindfleisch und Äpfel aus Deutschland
Auch für Äpfel soll der Markt geöffnet werden – die hatte Özdemir allerdings nicht bei uns verboten. Bei Schweinefleisch gehen die Verhandlungen weiter. Özdemir vor der Presse: „China ist auch im Agrarsektor ein wichtiger Handelspartner. Jetzt ist der Weg geebnet für Rindfleisch und Äpfel aus Deutschland. Es ist ein großer Erfolg, dass wir nach mehr als 20 Jahren die BSE-Handelsbeschränkungen endlich ausräumen konnten. Beim Export von Schweinefleisch werden wir die Gespräche fortsetzen.“
Ernährungsvorgaben für die deutschen Konsumenten
Das Bundeskabinett hatte im Januar eine Ernährungsstrategie beschlossen, mit der erreicht werden soll, dass die Menschen weniger Fleisch und Zucker, stattdessen mehr Obst und Gemüse verzehren. Die Opposition sprach von Bevormundung.
Özdemirs Lieblingsprojekt dabei: ein Werbeverbot für besonders zucker- fett- oder salzhaltige Lebensmittel. Darunter fallen auch bestimmte Sorten von Gummibärchen. Aber die hat der Ernährungsminister jetzt an China verkauft. Er verkauft den Chinesen, was er bei uns verbietet.
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