Swiss hat aufgerüstet: Neuer Luxus über den Wolken
Ein Beitrag von
Die Schweizer waren schon immer ein kleines, aber feines Volk. Das zieht sich hin bis zu ihren Flugzeugen. Die Fluggesellschaft Swiss ist zwar eine Tochter der großen deutschen Lufthansa geworden, aber sie ist klein und edel geblieben.
Swiss hat im Oktober ihren ersten Airbus A350-900 übernommen, das derzeit modernste Langstreckenflugzeug auf dem Markt, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Insgesamt sollen es bis 2030 zehn Maschinen werden, zwei kommen bis dahin jedes Jahr hinzu. Bis Ende 2026 wird die A350 bereits die A340 abgelöst haben – mit Ausnahme eines Reserveflugzeuges. Alle Maschinen sind mit der neuen, Swiss Senses genannten Kabine ausgerüstet.

Airbus A350 (Quelle: Swiss)
Swiss geht dabei einen neuen Weg: Erstmals führten die Schweizer die exakt gleiche Hardware an Bord ein wie die Deutschen. Gemeinsam mit der Konzernmutter Lufthansa hat sie Sitze und Ausstattungen für alle Klassen neu entwickeln und zertifizieren lassen. Ganz neu sind die drei First-Class-Suiten bei Lufthansa und Swiss, durch leichte Schiebetüren nahezu blickdicht nach außen verschließbar und besonders geräumig – von 2,4 Quadratmetern bei den Einzelsuiten an den Fenstern bis zu 3,7 Quadratmetern in der Doppelsuite in der Mitte. Die kann gegen Aufpreis von einem Passagier allein gebucht werden oder auch von zwei gemeinsam Reisenden, die sich dann allerdings einen Bildschirm teilen müssen.

Die „Grand Suite“ in der Ersten Klasse. (Quelle: Swiss)
Edle Kabinen, schlechtes WLAN
Die Edelabteile sind so schwer, dass Swiss gezwungen ist, zum Ausgleich in ihren A330 hinten Gegengewichte einzubauen. Die neue Swiss-Kabine bietet ein stark aufgewertetes Reiseerlebnis und eine „große Komfortverbesserung“, wie die NZZ schreibt. Ärgerlich sind die hohen Gebühren für die WLAN-Nutzung: 35 Franken (37 Euro) für den ganzen Flug, die Lufthansa und Swiss auch ihren Kunden mit den teuersten Tickets dafür abnehmen. Noch ärgerlicher, wenn das Netz dann nicht zuverlässig funktioniert wie auf dem Premierenflug. Wettbewerber etwa vom Persischen Golf bieten gratis für alle an Bord superschnelles Starlink-WLAN an.

Die Business Class (Quelle: Swiss)
Die Marke Swiss soll sich an Bord widerspiegeln. Wichtig ist der Airline auch, dass Schweizer Zulieferer eine große Rolle spielen. „Design und Materialien, etwa die Sitzbezüge, stammen aus der heimischen Textilindustrie“, sagt die Swiss-CCO Heike Birlenbach. Der Schweizer Hersteller Lantal ist führender Lieferant für solche Artikel.
Seit dem 20. November steht die erste Swiss-A350 mit ihrer auffälligen „Wanderlust“-Bemalung (geklebt, nicht bemalt) im Langstrecken-Liniendienst an die US-Ostküste. Außen gemalte Motive, die die schöne Schweiz zeigen. Innen die neuen Kabinen, die nach Zitrus- und Kräuteraromen duften.
Ab in den Urlaub, was will man mehr!
Mehr NIUS:
Stahl-Boss rechnet mit Klimapolitik ab: „Wir sind Opfer eines politischen Anschlags“
Nach Auto, Stahl und Energie streichen auch Pharma-Konzerne Investitionen in Deutschland
Wirtschaftsrat-Boss: „Ohne Kettensäge taumelt Deutschland in den Abgrund – und mit Kettensäge ebenso“
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Mehr NIUS:
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Nur noch 6 Prozent optimistisch: Absturz-Wirtschaft jetzt Sorge Nummer eins, dicht gefolgt von Migration
DIHK warnt vor nächster Gefahr für die Wirtschaft: Energiedeckel gefährdet Millionen Jobs
Arla übernimmt größte deutsche Molkerei: Milram wird dänisch
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare