„Versagen!“, „Deindustrialisierung!“, „Neuwahlen!“: Die Wirtschaft wehrt sich gegen die Ampel
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Bislang äußerten Wirtschaftsvertreter nur recht verhalten und diplomatisch Kritik an der Ampel-Regierung. Doch seit immer offensichtlicher wird, dass Energiewende und Transformations-Ideologie zum finanziellen Milliarden-Desaster für die Bundesrepublik werden, bläst die Wirtschaft zum Sturm auf die Ampel.
NIUS dokumentiert die wichtigsten Aussagen:
„Wirtschaftsminister Habeck trägt persönlich die Verantwortung“
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, exklusiv zu NIUS: „Die bereits einsetzende Deindustrialisierung Deutschlands aufgrund zu hoher Energiekosten muss sofort gestoppt werden!“ Und: „Wirtschaftsminister Habeck trägt persönlich die Verantwortung für die Bezahlbarkeit von Energie.“

Wolfgang Steiger (links), Generalsekretär und Wirtschaftsrat der CDU, zusammen mit CDU-Parteichef Friedrich Merz, Astrid Hamer, der Präsidentin des Wirtschaftsrates der CDU, Julia Klöckner (CDU) und Christian Sewing, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bank, beim Festakt „60 Jahre Wirtschaftsrat“.
Angesichts aktueller Studien, die die Kosten der Energiewende auf möglicherweise mehr als 800 Milliarden Euro schätzen, fordert er: „Strom muss für Industrie und private Verbraucher bezahlbar bleiben.“
Steiger weiter: „Robert Habeck steht persönlich in der Pflicht, die von seinem Ministerium ausgehenden Maßnahmen, sowohl Ordnungsrecht als auch Fördermaßnahmen, einem strikten Kostencontrolling zu unterziehen, denn am Schluss summieren sich alle Kosten beim gewerblichen und privaten Stromkunden. Die bereits einsetzende Deindustrialisierung Deutschlands aufgrund zu hoher Energiekosten muss sofort gestoppt werden.“
Steiger ist überzeugt: „Eine Energiewende, die in Deutschland niemand mehr bezahlen kann, wird zwangsläufig scheitern.“
„Versagen auf ganzer Linie“
Auch Arbeitgeber-Chef Rainer Dulger kritisierte die Ampel-Regierung am Dienstagabend beim Jahresauftakt der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin scharf, attestierte ihr ein „Versagen auf ganzer Linie“.
„Es tut weh, Deutschland in diesem Zustand zu sehen!“, so Dulger weiter. „Wir Unternehmer haben das Vertrauen in die Bundesregierung verloren“.

Arbeitgeber-Chef Rainer Dulger.
Lesen Sie auch: „Versagen auf ganzer Linie! Es tut weh, Deutschland in diesem Zustand zu sehen!“ Arbeitgeber-Chef Dulger rechnet mit Ampel ab
Dulger hatte bereits am Vormittag bei einer Wirtschaftskonferenz der CDU im Berliner Konrad-Adenauer-Haus eine „Ignoranz der Bundesregierung gegenüber unseren Argumenten“ bemängelt und war deutlich geworden: „Was wir im Moment tun, wird in der ganzen Welt niemand nachmachen, weil es nicht erfolgreich ist, und auch nicht erfolgreich sein kann!“
„Die Regierung plant ein Wolkenkuckucksheim nach dem anderen“
Auto-Experte Professor Ferdinand Dudenhöffer, der das Bochumer CAR-Center Automotive Research leitet, rechnet in einem Interview mit Stern und ntv mit Wirtschaftsminister Robert Habeck ab: „Habeck redet viel, sagt aber wenig. Tausend Pläne, die sich als Luftnummern erweisen und dann wieder gestrichen werden. Dabei wäre es jetzt dringend notwendig, unsere Industrie zu stabilisieren.“

Autobranchenexperte Ferdinand Dudenhöffer
Dudenhöffer ist überzeugt: „Mit der derzeitigen Infrastrukturpolitik macht die Regierung die Mobilitätswende total kaputt.“ Und: „Die Deutschen werden bei dieser Preisabwärtsspirale die Verlierer gegenüber den Chinesen und Tesla sein, die große Volumina produzieren und dadurch große Kostenvorteile haben, während die Deutschen hohe Verluste schreiben.“
Der Auto-Experte wird noch deutlicher: „Das Geschwätz von Habeck und Co. nehmen Deutschlands Autobauer ohnehin nicht mehr ernst“... „Die Regierung springt dauernd von links nach rechts, plant ein Wolkenkuckucksheim nach dem anderen. Ein Fundament dafür hat sie aber nicht.“
Dudenhöfer fordert deshalb ein Ende von Rot-Grün-Gelb: „Wir brauchen Neuwahlen! Ich traue die Herausforderung dieser Ampel nicht mehr zu.“
Spahn zu NIUS: „Sonne und Wind schicken eben doch eine Rechnung“
Auch CDU-Fraktionsvize Jens Spahn rechnete gegenüber NIUS bereits mit der Energiewende ab: „Das grüne Märchen ist damit zu Ende erzählt: Sonne und Wind schicken eben doch eine Rechnung.“

CDU-Fraktionsvize Jens Spahn
Der Politiker fordert wegen der explodierenden Kosten nun einen Sparplan der Ampel: „Die Systemkosten beim Ausbau der Erneuerbaren sind enorm und steigen wegen Lieferschwierigkeiten und Marktüberhitzung noch. Und Verbraucher und Wirtschaft zahlen über die Netzentgelte die Zeche. Der Ausbau erfordert neue Netze und das treibt die Gesamtkosten und damit den Strompreis nach oben. Die Ampel sollte dringend einen Sparplan für die Energiewende vorlegen.“
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