Während die Wirtschaft schwächelt, sprudeln die Steuern
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Während die deutsche Wirtschaft schrumpft, wachsen die Steuereinnahmen von Bund und Ländern deutlich: Mit 61,27 Milliarden Euro lagen die Steuereinnahmen 5,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Das zeigt der Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums. Die Experten erwarten für das Gesamtjahr gar ein noch höheres Steuer-Plus für die öffentlichen Kassen von mehr als 6 Prozent.
Parallel dazu schwächelt die deutsche Wirtschaft: War die Volkswirtschaft 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft, erwarten Ökonomen wie Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, auch mindestens für das erste Quartal 2024 einen Rückgang der Volkswirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) musste die Erwartungen für 2024 von 1,3 Prozent gewaltig auf 0,2 Prozent Wachstum herunterschrauben und sagte, Deutschlands Wirtschaft befinde sich in „schwerem Fahrwasser“.
Zurück zu den sprudelnden Steuereinnahmen: Besonders deutlich legten im Januar die Einnahmen für die Staatskasse aus der Besteuerung von Kapitalerträgen an, vor allem Zinserträgen. Möglicher Grund: Die Europäische Zentralbank hatte die Leitzinsen deutlich angehoben, um die Inflation wieder Richtung des Ziels von 2 Prozent zu drücken. Auch bei der Körperschaftsteuer legten die Einnahmen zu.
Insgesamt erwarten die Steuerschätzer Einnahmen von 964,1 Milliarden Euro für das Jahr 2024.
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