Weil die Wirtschaft dort wächst, statt schrumpft: Siemens Energy investiert 1 Milliarde Dollar in den USA
Ein Beitrag von
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy investiert angesichts des stark steigenden Strombedarfs durch den Boom von KI-Rechenzentren rund 1 Milliarde US-Dollar in den Ausbau seiner US-Produktion. Geplant sind Erweiterungen bestehender Standorte in fünf Bundesstaaten sowie ein neues Werk in Mississippi. In den kommenden Jahren sollen etwa 1.500 Arbeitsplätze entstehen.
Das Unternehmen sieht seine Rolle vor allem in der Herstellung von Komponenten für Hochspannungsnetze. Im Fokus stehen zusätzliche Kapazitäten für Transformatoren, die für den Stromtransport über große Entfernungen benötigt werden. In Charlotte (North Carolina) werden Fertigungs- und Servicekapazitäten ausgebaut, in Orlando (Florida) entsteht unter anderem ein Labor für digitale Netztechnologien mit KI in Zusammenarbeit mit dem Chipentwickler Nvidia.
Bereits 12.000 Mitarbeiter in den USA
Ein Teil der Gasturbinenfertigung soll lokal erfolgen, die Hauptproduktion bleibt laut Mitteilung in Berlin. Siemens Energy beschäftigt nach eigenen Angaben rund 12.000 Mitarbeiter in den USA.

Siemens Campus in Erlangen
Vorstandschef Christian Bruch erklärte: „Der Aufschwung der US-Industrie und das rasante Wachstum im Bereich Künstlicher Intelligenz treiben diese Entwicklung maßgeblich voran.“ Der Strombedarf steige deutlich, im gesamten Energiesektor entstünden neue Investitionen, von denen Siemens Energy profitieren wolle.
Der Konzern war 2023 durch eine staatlich abgesicherte Garantie stabilisiert worden, die unter Beteiligung des damaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) zustande kam. Die Bürgschaft diente der Absicherung internationaler Großaufträge. 2025 wurde die staatliche Garantie durch ein rein bankfinanziertes Garantierahmenpaket ersetzt. Siemens Energy finanziert sich seither wieder ohne staatliche Absicherung.
Mehr NIUS:
Stahl-Boss rechnet mit Klimapolitik ab: „Wir sind Opfer eines politischen Anschlags“
Nach Auto, Stahl und Energie streichen auch Pharma-Konzerne Investitionen in Deutschland
Wirtschaftsrat-Boss: „Ohne Kettensäge taumelt Deutschland in den Abgrund – und mit Kettensäge ebenso“
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Mehr NIUS:
Amerika baut die KI-Zukunft mit Vollgas
SPD stellt sich hinter DGB-Steuerkonzept: Gesamtmetall stellt Zusammenarbeit mit dem DGB infrage
Europa-Chef des neuen E-Autos Chery: „Wir Chinesen führen die globale Autoindustrie an“
Kettensägen-Boss Stihl: „Merz schickt uns mit Bleiweste zum Schwimmen“
Reform-Kommission: Jetzt soll die „atmende Schuldenbremse“ Deutschland vor dem Absturz retten
Nur noch 6 Prozent optimistisch: Absturz-Wirtschaft jetzt Sorge Nummer eins, dicht gefolgt von Migration
DIHK warnt vor nächster Gefahr für die Wirtschaft: Energiedeckel gefährdet Millionen Jobs
Arla übernimmt größte deutsche Molkerei: Milram wird dänisch
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare