Wie in jedem sozialistischen Staat: Die Schwarzarbeit in Deutschland steigt in 3 Jahren um über 40 Prozent an!
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Laut Angaben des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) soll die Schwarzarbeit in Deutschland in diesem Jahr auf ein Volumen von 481 Milliarden Euro steigen.
Das ist eine Steigerung um über 40 Prozent gegenüber dem ermittelten Wert für 2021. Dazwischen liegen die Einführung des Bürgergeldes und eine deutliche Erhöhung des Mindestlohnes im Jahr 2022.
Bürgergeld: Der Antrieb, legal zu arbeiten, hat abgenommen
Es ist wenig überraschend, dass in einem Umfeld von hohen Steuern, Sozialabgaben und einem gleichzeitigen Anstieg der staatlichen Transferleistungen die Attraktivität der Schwarzarbeit zunimmt. Mit der Einführung des Bürgergeldes und der Erhöhung des Mindestlohns hat sich das Ungleichgewicht zwischen legaler Arbeit und Schwarzarbeit weiter verschärft.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gab noch im August 2023 eine Erhöhung des Bürgergelds um 12 Prozent bekannt, gültig ab Januar 2024.
Das Bürgergeld, das 2023 das vorherige Arbeitslosengeld II (Hartz IV) ablöste, brachte erhebliche finanzielle Verbesserungen für Langzeit-Arbeitslose mit sich. Die Regelsätze wurden angehoben, und zusätzliche Leistungen wurden ausgebaut. Dadurch wurde der Einkommensunterschied zwischen legaler Arbeit und keiner Arbeit weiter verringert. Dies bedeutet, dass der Anreiz, eine legale Arbeit anzunehmen, weiter abgenommen hat.

Aus dem Juni-Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit: das durchschnittliche Haushaltsbudget auf Grundlage der Zahlen vom Februar 2024.
Mindestlohnerhöhungen: Der Anreiz, „schwarz“ zu beschäftigen, ist gestiegen
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wurde in den letzten Jahren mehrfach angehoben. Im Jahr 2015 lag er bei 8,50 Euro pro Stunde und stieg bis Oktober 2022 auf 12,00 Euro pro Stunde. Heute liegt er bei 12,41 Euro und wird im kommenden Jahr auf 12,82 Euro angehoben. Doch die Lohnkosten für den Arbeitgeber sind um einiges höher. Aufgrund der Sozialversicherungen multipliziert sich die Erhöhung des Mindestlohns jedes Mal entsprechend.

Will den Mindestlohn sogar auf 15 Euro die Stunde erhöhen: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Wahlkampf
Im realen Leben hat dieser höhere Mindestlohn – laut dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung – dazu geführt, dass der Anreiz, Personal „schwarz“ zu beschäftigen, gestiegen ist. Dies gilt insbesondere in Branchen mit geringer Wertschöpfung. Durch Schwarzarbeit werden die steigenden Lohnkosten umgangen.
Besonders betroffen sind hierbei Sektoren wie Baugewerbe, Gastronomie und Reinigung, wo die Gewinnmargen oft knapp sind und der Wettbewerbsdruck hoch ist. Die Arbeitgeber stehen oft vor der Wahl: Schwarzarbeit oder Wettbewerbsprobleme. Je mehr Konkurrenten Schwarzarbeit nutzen, desto mehr steigt der Druck auf jedes Unternehmen auch Schwarzarbeit zu nutzen: ein Teufelskreis.
Steuer- und Abgabenlast: eine untragbare Bürde
Die deutsche Steuer- und Abgabenlast auf Arbeitsleistung zählt zu den höchsten weltweit. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen oftmals mehr als 40 Prozent oder mehr an Abgaben leisten, wenn man Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und die Beiträge zur Sozialversicherung zusammenzählt. Diese hohe Belastung entmutigt nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber, legale Beschäftigungsverhältnisse einzugehen.
Die Konsequenzen dieser hohen Abgabenlast sind vielfältig: Zum einen sinkt die Motivation, eine formelle Beschäftigung anzunehmen, da ein erheblicher Teil des Einkommens an den Staat geht. Zum anderen steigen die Kosten für Arbeitgeber, was wiederum die Schwarzarbeit attraktiver macht.
Das hohe Bürgergeld führt darüber hinaus für viele Schwarzarbeiter dazu, dass der effektive Mehrverdienst durch die Aufnahme einer regulären Arbeit gering ist, während „schwarz“ verdientes Geld direkt in die eigene Tasche fließt.
Schattenwirtschaft: die logische Folge staatlicher Regulierung
Die steigende Schwarzarbeit in Deutschland ist ein Symptom für die Fehlentwicklungen in der deutschen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Kombination aus steigenden Transferleistungen, wie dem Bürgergeld, höheren Mindestlöhnen und einer untragbaren Steuer- und Abgabenlast macht legale Arbeit unattraktiv und treibt Menschen in die Schattenwirtschaft.

Schwarzarbeit plus Bürgergeld kann sehr lukrativ sein – das hat sich längst rumgesprochen.
Letztendlich illustriert das Phänomen der steigenden Schwarzarbeit deutlich – in Verbindung mit durchaus sozialistisch zu begreifenden Elementen in der Wirtschaftspolitik –, welche negativen Folgen staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt haben. Sozialistische Ansätze, wie die hohen staatlichen Transferleistungen, umfassende soziale Absicherungen und rigide Arbeitsmarktregulierungen führen zu einem Ungleichgewicht zwischen legaler Arbeit und staatlichen Unterstützungsleistungen.
Wenn die Fallhöhe durch Sozialleistungen wie das Bürgergeld sinkt und gleichzeitig die Kosten der legalen Arbeit durch Mindestlohnvorgaben und hohe Steuer- und Abgabenlasten steigen, wird der Anreiz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, außerhalb der staatlich regulierten Strukturen tätig zu sein, immer größer.
Da erscheint es logisch, dass immer mehr Menschen in die Schwarzarbeit flüchten, um der erdrückenden Last der Abgaben zu entgehen und dennoch ein Einkommen zu erzielen. Die Folge: ein wachsender Schattensektor mit all seinen Konsequenzen.
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Diego Faßnacht
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