Wirtschaftsexperte: Beiträge zur Krankenversicherung steigen – auch wegen Bürgergeldempfängern
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Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden nach Angaben des Direktors des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien, voraussichtlich ab Januar steigen. Ein Grund seien Kosten für Bürgergeldempfänger, erklärt Dullien im „Bericht aus Berlin“ der ARD.
Im Gespräch erklärt Dullien: „Der Gesetzgeber hat den gesetzlichen Krankenkassen eine Reihe von Aufgaben übertragen, die eigentlich gesamtgesellschaftlich sind. Dazu gehören zum Beispiel Investitionen in Krankenhäuser dazu oder die Versorgung von Bürgergeldempfängerinnen und -empfängern, die keine eigenen Beiträge zahlen.“ Das koste insgesamt etwa 60 Milliarden Euro pro Jahr und der Bund erstatte etwa 14,5 Milliarden. Der Rest werde von Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt – selbstständige Beamte beteiligen sich daran nicht, so Dullien.
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Sein Lösungsvorschlag: „Das erste wäre, dass der Bund einen größeren Anteil der gesamtgesellschaftlichen Aufgaben dieser versicherungsfremden Leistungen übernimmt. Damit wäre der Beitragsanstieg schon mal gedämpft. Das zweite wäre eine verstärkte Digitalisierung. Denn es gibt da ganz viele Doppeluntersuchungen und Kosten durch fehlende Digitalisierung. Und das dritte wäre ein Überprüfen der Medikamentenpreise. Denn wir geben in Deutschland pro Kopf anderthalbmal so viel aus wie andere EU-Staaten für Medikamente.“
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