Wirtschaftsrat-Chefin Hamker über Kanzler Scholz: „Da kriege ich fast eine Panik-Attacke“
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„You‘ll never walk alone“ – mit diesem Satz wollte Kanzler Olaf Scholz (SPD) den Deutschen ein Gefühl der Sicherheit in der Wirtschaftskrise vermitteln. Bei Astrid Hamker, Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrates, kommt die Aussage gegenteilig an: „Ich fühle mich da ehrlich gesagt bedroht und ich kriege da schon fast eine Panikattacke als Verfechterin der sozialen Marktwirtschaft“, so Hamker bei „Schuler! Fragen, was ist“.
Hamker weiter über das Kanzler-Mantral: „Das ist ein Versprechen, was keine Regierung dieser Welt einhalten kann. Der Staat ist letztendlich nicht dazu da, die Lebensrisiken der Menschen aufzunehmen. Und es ist am Ende auch ein Schlag gegen die soziale Marktwirtschaft, denn die soziale Marktwirtschaft lebt davon, dass die Menschen in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selber zu erarbeiten und auf der anderen Seite auch Zukunftsvorsorge in Eigenregie zu treffen. Und es kann und darf nicht sein, dass der Staat den Menschen die Botschaft sendet, er würde alle Lebensrisiken, die es gibt, abfedern. Das kann auch kein Staat auf dieser Welt finanzieren.“
Sie empfiehlt dem Kanzler, der ein neues deutsches Wirtschaftswunder ausgerufen hat, dringend die Lektüre von Ludwig Erhards Klassiker „Wohlstand für alle“: „Das Wirtschaftswunder kam zustande durch Entfesselung, durch marktwirtschaftliche Mechanismen, durch das Leistungsprinzip. Und all das ist uns abhanden gekommen. Und wenn man sich die Politik der Ampelregierung anschaut, stellt man auch in keinster Weise fest, dass diese Grundsätze entsprechend beherzigt werden. Und ich habe auch ehrlich gesagt die große Sorge, dass offensichtlich die Ernsthaftigkeit der Situation, die Dramatik, in der die deutsche Wirtschaft steht, bei der Bundesregierung überhaupt noch nicht angekommen ist.“
Das ganze Gespräch über Deutschlands Wirtschaftslage finden Sie hier:
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Ralf Schuler
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