Zappenduster! Deutscher Solarmarkt bricht zusammen
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Neue schlechte Nachrichten für die deutsche Wirtschaft: Die Krise auf dem Solarmarkt spitzt sich zu, wie das Handelsblatt berichtet. Nach den Herstellern geraten nun auch die Solarhändler zunehmend in Schwierigkeiten. Am Mittwoch kündigte das Start-up Zolar an, die Hälfte seiner Belegschaft zu entlassen und sein Geschäftsmodell komplett umzustellen. Zolar-Chef Jamie Heywood sagte dem Handelsblatt: „Die Solarbranche befindet sich schon fast das ganze Jahr im Abschwung, und das Umfeld wird für alle schwieriger.“
Zuvor hatte bereits Wettbewerber Otovo Entlassungen angekündigt. Mehrere andere Unternehmen wie Eigensonne, Envoltec oder Enersol meldeten sogar schon Insolvenz an. Nach drei guten Jahren geht die Nachfrage bei Photovoltaik-Modulen für Eigenheime besonders stark zurück, im ersten Halbjahr 2024 um 13 Prozent. In der Zeit des Solarbooms deckten sich Installateure und Händler mit Solaranlagen ein und füllten ihre Lager auf. Im einbrechenden Markt wurden sie ihre Produkte aber nicht so schnell los wie gedacht.

Ein Feld voller Solarpanels in Brandenburg.
Mr. Solarindustrie muss gehen
Hohe Zinsen, günstiger Strom und eine gesunkene Kaufkraft bereiten der Sonderkonjunktur ein Ende. Das hatte sich bereits bei der Krise der Solarindustrie angedeutet. Jüngstes Beispiel: Modulhersteller Meyer Burger musste seine Pläne zum Aufbau einer US-Fabrik stoppen, weil das Geld ausgegangen war. Am Mittwoch räumte der langjährige CEO Gunter Erfurt den Posten.

Dem Unternehmen Meyer Burger geht es Berichten zufolge schlecht.
Er war das Gesicht der deutschen Solarindustrie. Auch Finanzchef Markus Nikles muss seinen Stuhl räumen. Außerdem entlässt das Unternehmen bis Ende nächsten Jahres 200 Beschäftigte. Meyer Burger geht es finanziell schlecht. Vor drei Wochen musste das Unternehmen den Aufbau einer geplanten US-Zellfabrik stoppen, weil das Geld ausgegangen war. Seit Jahren schreibt der Solarkonzern nur Verluste. Er ist Sinnbild einer ganzen Branche, die voller Hoffnung gestartet war: Solartechnik, Photovoltaik auf dem Dach. Jetzt zeigt sich, dass es auch um diese Zukunftstechnologie in Deutschland schlecht bestellt ist. Zappenduster – der deutsche Solarmarkt bricht zusammen.
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