Exklusiv! 94 Prozent aller Terror-Ermittlungen haben mit Islamismus oder Migration zu tun
Ein Beitrag von
Insgesamt 93,7 Prozent der neuen Terror-Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts im Jahr 2026 entfallen auf Islamismus und auslandsbezogenen Extremismus. Das enthüllt eine Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage, die NIUS exklusiv vorliegt.
Der Generalbundesanwalt hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 174 neue Ermittlungsverfahren wegen terroristischer oder extremistischer Straftaten eingeleitet. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess hervor.
Die mit Abstand größte Gruppe bilden Verfahren mit Bezug zum islamistischen Terrorismus. Von den insgesamt 174 neuen Ermittlungsverfahren entfallen 129 auf diesen Bereich – das entspricht 74,1 Prozent aller neu eingeleiteten Verfahren. Dazu kommen noch 34 Verfahren (19,5 Prozent) wegen auslandsbezogenen Extremismus. Bedeutet: Fast 94 Prozent aller neuen Terrorismus- und Extremismus-Verfahren entfallen auf Bereiche, die mit Migration zusammenhängen. Die restlichen rund 6 Prozent entfallen auf Links- und Rechtsextremismus.
Die neuen Verfahren des Generalbundesanwalts im 1. Halbjahr 2026 verteilen sich wie folgt:
- 129 Verfahren wegen islamistischen Terrorismus (74,1 %)
- 34 Verfahren wegen auslandsbezogenen Extremismus (19,5 %)
- 6 Verfahren wegen Linksextremismus (3,4 %)
- 5 Verfahren wegen Rechtsextremismus (2,9 %)
Viele Verfahren betreffen Auslandstaten
Die Bundesregierung weist allerdings darauf hin, dass die islamismusbezogenen Verfahren „überwiegend Auslandstaten“ betreffen. Sie stünden vor allem im Zusammenhang mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ und hätten Bezüge zu Syrien und dem Irak. Ein Großteil dieser Verfahren werde später wegen minderer Bedeutung an die Landesstaatsanwaltschaften abgegeben oder eingestellt.
Die Zahlen geben daher die „neu eingeleiteten Ermittlungsverfahren“ des Generalbundesanwalts wieder – nicht die Zahl vollendeter Anschläge oder rechtskräftiger Verurteilungen.
Was bedeutet „auslandsbezogener Extremismus“?
Die Bezeichnung führt leicht zu Missverständnissen. Gemeint sind NICHT allgemein Extremisten mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Nach Angaben der Bundesregierung umfasst die Kategorie den „internationalen nicht-islamistischen Terrorismus“ sowie den „internationalen Links- und Rechtsextremismus“. Darunter können etwa Ermittlungen gegen ausländische extremistische Organisationen oder deren Unterstützer mit internationalem Bezug fallen. Islamistischer Terrorismus wird dagegen gesondert erfasst und ist NICHT Bestandteil dieser Kategorie.

Eine Polizei-Razzia in einer schiitischen Moschee. (Archivfoto)
Vergleich zum Vorjahreshalbjahr zeigt massiven Anstieg bei islamistischer Terrorismus
Ein Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt: Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 stiegen die Fälle im Bereich islamistischer Terrorismus um 53,6 Prozent: von 84 auf 129 Verfahren. Im Bereich auslandsbezogener Extremismus gab es hingegen einen Rückgang um 43,3 Prozent, von 60 auf nur noch 34 Verfahren. Die Verfahren wegen Rechtsextremismus stiegen von 2 Fällen (2025) auf 5 Fälle (2026). Beim Linksextremismus stieg die Zahl der Fälle von 0 im Vorjahr auf 6 Fälle im ersten Halbjahr 2026.
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Zeuge schildert brutalen Angriff in Regionalzug bei Ettlingen
Messertaten, Marihuana, migrantische Straftäter: Gewalteskalation im Bayernparadies
Trier: Studentin (29) tot in Wohnung entdeckt
Syrer prügelt Deutschen auf Intensivstation, weil er Israel-Anstecker trug
Schuldunfähig: Urteil gegen Syrer nach Axt-Angriff im ICE
Trotz schwerer Straftaten: „Knast-Casanova“ klagt sich Flüchtlingsstatus zurück
Nach Anschlägen auf Berliner Stromnetz: Tatverdächtige sind szenebekannte Linksextreme
Anklage wegen Terrorverdacht: 15-Jähriger plante Anschlag auf Synagoge
Mehr NIUS:
Syrer prügelt Deutschen auf Intensivstation, weil er Israel-Anstecker trug
Schuldunfähig: Urteil gegen Syrer nach Axt-Angriff im ICE
Trotz schwerer Straftaten: „Knast-Casanova“ klagt sich Flüchtlingsstatus zurück
Nach Anschlägen auf Berliner Stromnetz: Tatverdächtige sind szenebekannte Linksextreme
Anklage wegen Terrorverdacht: 15-Jähriger plante Anschlag auf Synagoge
Arterie von 16-Jährigem aufgeschlitzt: Acht Verletzte bei Party in Egling
Scharia: Passagier schlägt Stewardess, weil er nicht neben Frau sitzen will
12 Jahre Haft: Afghane ersticht 21-Jährigen – Richter: Ein „wahres Blutbad“
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare