24 Kinder, 94 mal Bleiberecht, 1,5 Mio. Euro im Jahr: So finanziert ein Nigerianer sich sein Cabrio-Leben
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- Ein Nigerianer mit deutschem Pass hat in Deutschland die Vaterschaft für 24 Kinder anerkannt, was ihm und 94 Angehörigen Bleiberecht verschafft.
- Der deutsche Staat kommt für die Kosten auf, die allein für diesen Mann auf mehr als 1,5 Millionen Euro im Jahr geschätzt werden.
- Behörden und Sicherheitsexperten sehen in solchen Fällen einen systematischen Missbrauch des Sozialsystems.
In den sozialen Medien präsentiert sich Jonathan A., bekannt als „Mr Cash Money“, in einem völlig anderen Licht, als man es von einem Vater von 24 Kindern erwarten würde. Sein Auftritt mit einem Cabrio und anderen Autos seiner Lieblingsmarken Audi und Mercedes in Afrika steht in krassem Gegensatz zu den Anschuldigungen, die in Deutschland gegen ihn erhoben werden.
Während er in Nigeria mit Geldscheinen um sich wirft und sein ausschweifendes Leben zur Schau stellt, zahlt der deutsche Staat für die Kinder, für die er die Vaterschaft anerkannt hat. Die deutschen Behörden überwiesen dem mittellosen Mann zuletzt 22.500 Euro monatlich.

Auf sozialen Medien präsentiert der Afrikaner mit deutschem Pass stolz seine Autos.
Kinder und Mütter sind Teil des Schemas
Jonathan A. hat den Umgang mit Sozialleistungen perfektioniert und dabei ein Vermögen aus den Sozialkassen abgeschöpft. Und die Liste seiner „Kinder“ wächst weiter, mit bereits zwei weiteren Vaterschaftsanerkennungen, für Kind Nummer 25 und 26. Denn jedes weitere Kind dient als Schlüssel für den Familiennachzug und den Zugang zu Sozialleistungen.
„Aus den Tabellen, was den Menschen zusteht, an Bürgergeld, an Energiekosten, an Kindergeld, Zuschlägen kann man durchaus sagen, dass alleine dieser Mann die Kosten für den die Sozialkassen von deutlich mehr als 1,5 Millionen Euro im Jahr verursacht“, erklärt Andreas Keppke, der zu diesem Fall für einen Verbund von Behörden ermittelt, gegenüber dem RBB.

Als „Mr Cash Money“ wirft Jonathan A. öffentlichkeitswirksam mit Bargeld.
Die Masche der Scheinvaterschaften
Diese Fälle von Scheinvaterschaften offenbaren ein tiefgreifendes Problem im deutschen Sozialsystem. Jonathan A. nutzt eine Gesetzeslücke aus, die es ihm ermöglicht, für eine Vielzahl von Kindern, die wahrscheinlich nicht seine eigenen sind, die Vaterschaft anzuerkennen. A. besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies führt nicht nur zu einem Bleiberecht für die Kinder und ihre Mütter, sondern verursacht auch immense Kosten für die Sozialkassen – Gelder, die für andere dringende soziale Aufgaben fehlen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die mangelnde Überprüfung ermöglichen diesen Missbrauch, während die Behörden oft machtlos sind. Die Beurkundungen der Vaterschaft können nicht rückgängig gemacht werden, selbst wenn der Missbrauch später nachgewiesen wird.

Neben einem Audi-Cabrio zeigt Jonathan A. auf Social Media auch andere Autos wie diesen Mercedes.
Ampel-Regierung plant Reformen – Umsetzung steht in den Sternen
Angesichts der offensichtlichen Missbrauchsfälle und der enormen Belastung für die Steuerzahler zeigt sich die Bundesregierung als Problemlöser. Man werde versuchen, das geltende Recht zur Vaterschaftsanerkennung anzupassen, um solchen Betrug künftig zu verhindern. Doch während die politischen Räder langsam in Bewegung kommen, bleibt die Frage, wie viele ähnliche Fälle noch unentdeckt sind und weiterhin das Sozialsystem belasten.
Jonathan A.s Fall ist ein Paradebeispiel dafür, wie Lücken im System nicht nur ausgenutzt werden können, sondern auch wie notwendig es scheint, gesetzliche Regelungen zu verschärfen und Kontrollmechanismen zu stärken. „Mr. Cash Money“ genießt sein Luxusleben – und der deutsche Steuerzahler trägt die Kosten.
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