518 Fußballfelder Wald sollen weg für Solarstrom
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- Im brandenburgischen Bad Freienwalde soll ein riesiger Solarpark entstehen
- 370 Hektar Mischwald sollen dafür gerodet werden
- Bürgerinitiativen und Freie Wähler kämpfen seit zwei Jahren gegen die Abholzung
Das klingt so gar nicht nach Umweltschutz...
Im brandenburgischen Bad Freienwalde plant ein niedersächsischer Investor einen Solarpark auf einer Konversionsfläche. Das Problem: Das frühere Militärgelände ist nach 30 Jahren längst einem gesunden Mischwald gewichen. Und ausgerechnet der soll jetzt für das Projekt gerodet werden!
Eine Fläche, mehr als doppelt so groß wie das Tesla-Gelände
Fakt ist: Die Fläche, die abgeholzt werden soll, umfasst eine Größe von bis zu 370 Hektar oder umgerechnet 518 Fussballfelder. 250 Hektar sind dabei für Photovoltaikanlagen vorgesehen, die ein anliegendes Rechenzentrum und Industrie- und Gewerbegebiet mit Strom versorgen sollen. Für das Industrie- und Gewerbegebiet sind noch einmal 120 Hektar eingeplant. Zum Vergleich: Die Gigafactory von Tesla in Brandenburg nimmt 154 Hektar in Anspruch.
Wald leistet Beitrag zur CO2-Senkung
Dabei leistet der Wald einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung in der Gegend und fungiert zudem als Wasserspeicher und zur Kühlung der Landschaft. In einer Petition gegen die Rodung auf Change.org heißt es zudem, dass der Wald „zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen (u.a. Uhu, Seeadler, Schwarzstorch, Fledermäuse)“ beherbergen würde. Es handele sich um ein „komplexes wertvolles ungewöhnlich großes Ökosystem.“ Die Petition zählt bis dato rund 11.200 Unterschriften. Die Freien Wähler beschreiben den Wald zudem als „Bindeglied zwischen dem UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, dem Nationalpark Unteres Odertal und dem polnischen Landschaftsschutzpark Zehden (Cedynia) liegt“.
Das Projekt ist bereits seit 2021 geplant und erlangt durch das vor wenigen Tagen veröffentlichte Video der Freien Wähler erneut Aufmerksamkeit. Sie wollen nun gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen für den Erhalt des Waldes kämpfen. Hinter dem geplanten Solarpark steckt die Lindholz-Gruppe, ein niedersächsischer Immobilieninvestor. In Brandenburg regiert seit 2019 eine Dreier-Koalition aus SPD, CDU und Grünen.
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Anabel Schunke
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