„Anti-Nato, anti-deutsch und antisemitisch“: Die Franzosen haben links gewählt
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Der Tag und die Woche beginnen mit NIUS Live! Diese Themen bestimmten die heutige Folge:
- DFB-Elf fliegt in letzter Minute aus der EM. Toni Kroos gibt bekannt, dass er weiter in Spanien leben will
- Ohrfeige für deutsche Arbeiter. Angedachte Steuererleichterungen für ausländische „Fachkräfte“
- Erschreckend: Ein linker Deutschland-Hasser will jetzt in Frankreich den Ton angeben.
Los ging es bei NIUS Live am Montagmorgen mit dem Fußball, beziehungsweise mit dem Aus für die deutsche Mannschaft am Freitagabend, die bis zu ihrer Niederlage – und da waren sich Moderator Alex Purrucker, Sportjournalisten-Legende Waldi Hartmann und NIUS-Reporter Julius Böhm einig – eine ziemlich gute Figur gemacht hatte.
Dabei ging es nicht nur um Fußball, sondern um mehr, wie Böhm als erster anmerkt: „Man hatte die Hoffnung, ganz weit zu kommen und den Stolz, dass man ein ganz tolles Turnier abgeliefert hat“, führte er ein, wies aber auch darauf hin, dass Deutschland politisch und wirtschaftlich nicht so gut dastehe und dass der Wunsch mitgespielt haben könne, „mit so einem gemeinsamen Event ein großes Zusammenrücken darzustellen.“ „Man hat gemerkt: Es passt was“, lobte Hartmann die Leistung der deutschen Nationalmannschaft. „Aber das heißt nicht, dass die Deutsche Bahn morgen wieder pünktlich fährt. Dass der Handwerker wieder pünktlich kommt. Oder viele Sachen, die in dem Land eben gar nicht laufen, sich plötzlich ändern. Das müssen wir dann schon selber machen.“

Spaniens Alvaro Morata im Zweikampf mit Kai Havertz
Hitzig wurde es, als Moderator Purrucker erwähnte, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann sich nun ein Haus in Kitzbühel für 1,75 Millionen Euro gekauft habe und fragte, ob dies mit dessen Appellen für deutschen Zusammenhalt zusammenpasse. „Ja, das passt zusammen, weil das nach Neiddebatte klingt und da bin ich dann überhaupt nicht dabei“, erklärte Hartmann sichtlich erhitzt und fügte hinzu, dass man sich bei 1,75 Millionen Euro Budget in Kitzbühel für ein Haus „eher dem Armenrecht“ nähere. „In welcher Welt bin ich denn hier?“, frage er. „Ich habe 15 Jahre in der Schweiz gewohnt. Deswegen kann ich doch trotzdem ein guter Deutscher sein.“
Bei Toni Kroos, der schon vor dem Spiel bekannt gab, lieber in Spanien leben zu wollen, auch weil er seine Tochter da beruhigter auf die Straße schicken könne als in einer deutschen Großstadt, kam man wieder zusammen. „Ich kann Toni Kroos verstehen“, sagte Hartmann, wies aber darauf hin, dass dieser aber gleich versucht habe, sich wieder von Gesagtem zu distanzieren.
Steuerbonus für Ausländer – wer hier schon wohnt, schaut ins Leere
Weiter ging es mit der momentan diskutierten „Wachstumsinitiative“, die vorsieht, dass zugewanderte Arbeitskräfte in den ersten drei Jahren einen Steuerrabatt von erst 30 Prozent, dann 20 Prozent und im dritten Jahr 10 Prozent erhalten sollen. „Für diejenigen, die kommen, ist es sicherlich eine gute Idee. Für die, die schon hier sind, ist es eine Katastrophe“, kommentierte Hartmann dies trocken, worauf Böhm hinzufügte, dass solche Steuerrabatte für Zuwanderer in vielen Ländern gang und gäbe seien. „In Portugal sind Ausländer, glaube ich, steuerbefreit in den ersten Jahren, in den Niederlanden sind es fünf Jahre“, führte er aus, wies aber darauf hin, dass die hohe Belastung durch Steuern und Sozialabgaben in Deutschland und die fehlende Lohnabstandslücke die wahren Probleme seien. „In diese Phase solche Themen rein zu streuen … Leute, wollt ihr mit dem Hammer oben noch mal auf den Keil draufhauen“, entfuhr es ihm in Bezug auf die desolate Lage im Land und legte nach: „Es ist eine Instinktlosigkeit, die mich fassungslos macht.“
„Sie denken zuerst an die, die kommen und zuletzt an die, die da sind“, warf Hartmann ein und fügte hinzu, dass es die Klagen der Industrie in Sachen Fachkräftemangel schon seit Jahren gäbe: „Die hatten also richtig Zeit zum Nachdenken.“ Das entlockte Böhm einen konstruktiven und sinnvollen Vorschlag: „Es wäre auch mal eine spannende Sache, durch Steuererleichterungen die Fachkräfte, die das Land verlassen, hierzubehalten.“

Symbolisch für die Zukunft Frankreichs: Islamisten und Kommunisten feiern den Wahlsieg am „Place de la Republique“.
Linksruck in Frankreich, deutsche Medien applaudieren
In den letzten Minuten lag der Fokus auf Frankreich, wo sich in der zweiten Wahlrunde am Sonntag überraschend eine Linkskoalition an die Spitze schob, sicherlich auch aufgrund von Absprachen zwischen dieser und dem amtierenden Präsidenten Macron, in Bezirken nicht gegeneinander zu kandidieren, wie Böhm erklärte. Alles, um die „Rechten“ zu verhindern.
Das Ergebnis? Ein Wahlsieg des extrem linken Jean-Luc Mélenchon, den Böhm folgendermaßen skizziert: „Er zeichnet sich aus als Anti-Nato, anti-deutsch sogar und auch als antisemitisch“, fasste er seine Einschätzung von dessen Politik knapp zusammen. „In Frankreich kennt man den Begriff Regierungskoalition nicht“, fügt er in Bezug auf das dortige Wahlrecht hinzu, was Waldemar Hartmann einen gewohnt kernigen Spruch entlockte: „Unter Umgehung der Traufe, sind die in Frankreich gleich vom Regen in die Kacke geraten.“
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