Attacke auf Ausländerbehörde in Magdeburg
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- Bei einer Attacke auf die Ausländerbehörde in Magdeburg wurde der Eingang der Behörde schwer beschädigt.
- Bei dem Täter soll es sich um einen Asylbewerber aus Kamerun handeln.
- Bundesweit kommt es immer wieder zu Angriffen auf Behörden und Mitarbeiter.
Schock am frühen Morgen in der Ausländerbehörde in Magdeburg: Wie die Stadt bestätigte, kam es am Montagmorgen zu einem Angriff auf die Ausländerbehörde durch einen Asylbewerber.
Zwei kurze Videos zeigen, wie der Mann mit dem Ständer einer Absperrung immer wieder auf die Fensterscheiben im Eingangsbereich der Behörde einschlägt. Mehrere Personen stehen daneben und beobachten den Gewaltausbruch des Mannes.
Randalierer ist Asylbewerber aus Kamerun
Bei dem Randalierer soll es sich um einen Asylbewerber aus Kamerun handeln, der seinen Pass zurückhaben wollte. Sein Asylbescheid sei zuvor abgelehnt worden. Das schmeckte dem Kameruner offenbar nicht. Er rastete aus.
„Die Aggressivität und das Verhalten machen mich fassungslos“, so Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Das Verhalten des Mannes verurteile ich auf das Schärfste.“ Und weiter: Die psychischen Folgen für unsere Beschäftigten können noch nicht abgeschätzt werden.“
Auch der Beigeordnete für Personal, Bürgerservice und Ordnung, Ronni Krug, verurteilt die Gewalt und dankt den Sicherheitskräften vor Ort: „Unser Dank gilt den Beschäftigten unseres Sicherheitsunternehmens, die durch ihr sofortiges und umsichtiges Handeln Schlimmeres verhindert haben.“
Behörde bleibt am Dienstag geschlossen
Die Ausländerbehörde bleibt wegen der durch den Mann verusachten Schäden heute vorerst geschlossen. Personen, die für den Dienstag einen Termin hatten, würden von der Ausländerbehörde automatisch einen neuen erhalten und bräuchten nichts zu unternehmen. Ab Mittwoch soll der Zutritt zum Gebäude außerdem über einen Nebeneingang abgesichert werden.
Dem Täter sei Hausverbot erteilt worden. Ihm würden nun mehrere Strafanzeigen sowie eine Gefährderansprache drohen, teilte die Polizei mit. Ein Zeuge des Vorfalls äußert gegenüber NIUS indes seinen Unmut über das Verhalten der Polizei. So habe es zunächst 20 Minuten gedauert, bis die Polizei am Tatort eintraf. Anschließend sei lediglich eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen und der Täter direkt wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein. Für die aufräumenden Mitarbeiter hätte der Mann aus Kamerun zudem nur ein hämisches Grinsen übrig gehabt.
Es ist nicht der erste Vorfall, der sich bei der Ausländerbehörde in Magdeburg ereignete. Bereits im März hatten 20 Personen versucht, aus einer Warteschlange heraus Mitarbeiter und Sicherheitspersonal wegzudrängen, um sich Zutritt zu dem Gebäude zu verschaffen.
Immer wieder Attacken auf Ausländerbehörden
Bundesweit kommt es immer wieder zu Vandalismus und Attacken auf Behördenmitarbeiter. So machte etwa die Ausländerbehörde in Zeven nach einer Attacke auf zwei Mitarbeiterinnen im November letzten Jahres für rund zwei Wochen dicht. In Wuppertal griff ein 20-jähriger Syrer vor einem Jahr eine Mitarbeiterin mit einem Küchenmesser an und verletzte sie schwer.
Der Tat seien „Uneinigkeiten“ des Mannes mit dem im selben Haus ansässigen Jobcenter über den Leistungsbezug vorausgegangen. Der Deutsche Beamtenbund und die Gewerkschaft Komba Nordrhein-Westfalen hatten damals einen besseren Schutz der Beschäftigten gefordert. Passiert ist bis heute allerdings wenig. In Magdeburg will man derweil bei der Stadt in den nächsten Tagen erneut Gespräche mit der Polizei über die Sicherheit des Gebäudes und vor allem der Mitarbeiter führen.
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