Bei Protest in Leipzig: Linken-Abgeordnete soll Polizisten geschlagen haben
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- Linke-Abgeordenete Juliane Nagel soll auf einer Kundgebung in Leipzig einen Polizisten geschlagen haben.
- Die 44-jährige Politikerin wurde daraufhin von der Polizei in Gewahrsam genommen und nach einer Identitätsprüfung gehen gelassen. Der „Vorwurf des tätlichen Angriffs auf einen Beamten werde nun geprüft“, heißt es von der Polizei.
- Die Abgeordenete des Landtags veröffentlichte ein Statement auf Twitter, in der sie alles bestritt.
Juliane Nagel, eine Linke-Abgeordnete des sächsischen Landtags, wurde am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen und in Handschellen weggebracht. Die 44-jährige Politikerin soll während einer von ihr veranstalteten Demonstration in Leipzig einen Polizisten geschlagen haben. Später wurde sie wieder gehen gelassen.
Auf Twitter kursierende Videoaufnahmen zeigen, wie Juliane Nagel gegen ihren Willen von zwei Polizisten in Gewahsam genommen und gegen ein Auto gedrückt wurde. Die Polizei wirft Nagel vor, eine offizielle Amtshandlung gestört zu haben. „Sie soll einen der Beamten mit der Hand geschlagen haben", so ein Sprecher der Polizei. „Der Vorwurf des tätlichen Angriffs auf einen Beamten wird nun geprüft“, heißt es ebenfalls in dem Statement der Polizei. Nagels Demonstration zog 170 Personen aus dem linksextremen Bereich an. Einige von ihnen waren maskiert und zündeten Feuerwerkskörper an.
Nagel äußerte sich am späteren Abend per Twitter-Video: Sie habe eine Maßnahme beobachtet, in der die Polizei die Identitäten zweier Menschen festgestellt habe. „Ich stand dort, ein Polizeibeamter hat mich erst beleidigt oder beschimpft. Dann hat er mich aus dem Weg geschubst. Dann ist ihm eingefallen, dass ich ihn angeblich tätlich angegriffen haben soll.“ Im Polizeiauto sei ihr auch gesagt worden, dass es den Beamten scheißegal ist, ob ich eine Abgeordnete bin. Dann habe ihre Anwältin Telefonate geführt und die Polizei darauf hingewiesen, „dass sie so nicht vorgehen kann“, sagte Nagel. Sie sei schließlich nach einer Identitätsfeststellung wieder freigelassen worden.
Nagel, die seit fast einem Jahrzehnt Mitglied des Parlaments ist, hatte im Vorhinein die Veranstaltung als „Tag der Jugend“ angemeldet. Dennoch zeigten Teilnehmer Plakate zur Unterstützung der linksextremen Lina E., die am Mittwoch wegen mehrerer Gewalttaten gegen politische Rivalen zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt wurde. Nach der Urteilsverkündung ließ der Richter sie jedoch frei und hob den Haftbefehl auf.
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