Box-Legende René Weller ist tot
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Seit Jahren litt René Weller an Demenz. Nun ist der frühere Boxstar mit 69 Jahren gestorben. Bis zuletzt pflegte ihn seine Frau Maria zu Hause in seinem Heimatort Pforzheim. In Erinnerung bleibt der „schöne René“ vor allem wegen seiner extravaganten Auftritte und seines bewegten Lebens.
Der deutsche Boxsport trauert um René Weller. Der ehemalige Europameister ist am Dienstagabend im Alter von 69 Jahren verstorben. Seine Frau Maria schrieb auf ihrer gemeinsamen Instagram-Seite: „Hand in Hand und in meinen Armen bist du heute um 17:50 Uhr zuhause in Frieden von mir gegangen.“ Weller litt seit Jahren an Demenz, die Erkrankung hatten er und seine Frau im Sommer 2021 öffentlich gemacht.

2015: Weller zu Gast bei einem Kampf in Dresden
„Wo ich bin, ist oben. Falls ich mal unten bin, ist unten oben.“
1953 als Sohn eines Boxers geboren, trat Weller bereits mit zwölf Jahren dem örtlichen Boxclub bei. Der gelernte Heizungsmonteur finanzierte sich mit dem Verkauf seiner Briefmarkensammlung den ersten Tiefschutz. Weller hatte sich 1983 durch einen KO-Sieg in der ersten Runde gegen den Amerikaner James Ortega die Weltmeisterschaft im Superfedergewicht des Verbandes World Athletic Association erkämpft. Ein Jahr später wurde er auch Europameister.

Weller im Ring
Das wohl legendärste Zitat von Weller: „Wo ich bin, ist oben. Falls ich mal unten bin, ist unten oben.“
Den Gürtel verlor Weller erst bei seiner fünften Titelverteidigung gegen den späteren WBO-Champion Gert Bo Jacobsen. Das blieb die einzige Niederlage seiner Profi-Karriere. Bis zu seinem Wechsel ins Profilager hatte der Olympia-Teilnehmer von 1976 insgesamt 355 Amateurkämpfe bestritten und davon 338 gewonnen.
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