„Das ist kein Neustart“: Gewerkschaft will neue Bahn-Chefin verhindern
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Probleme beim Start: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn gegen die designierte neue Konzernchefin Evelyn Palla stimmen. Das sagte EVG-Boss Martin Burkert in Berlin.
Palla war kurz am heutigen Montag von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) als Wunschkandidatin für den Bahn-Chefposten vorgestellt worden. Der Ärger der Gewerkschaft richtet sich dabei nicht gegen Palla, sondern vor allem gegen die zweite Wunsch-Personalie des Ministers: Die EVG will nicht, dass Dirk Rompf neuer Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo wird.
„Weg nach vorn kann nicht durch die Vergangenheit führen“

Im Zentrum der Kritik: Dirk Rompf. „Jeder Fahrgast spürt heute noch die Auswirkungen seiner schlechten Bilanz“, heißt es seitens der Gewerkschaft.
„Der Weg nach vorne kann niemals durch die Vergangenheit führen. Professor Rompf war sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DB Netz und ist mit seinem Sparwahn mit Schuld an der heutigen Situation“, sagte Burkert. „Jeder Fahrgast spürt heute noch die Auswirkungen seiner schlechten Bilanz. Das ist kein Neustart.“
Die Personalie Rompf habe bis weit in den Bahnkonzern hinein für große Ablehnung gesorgt. Die Sitzung des Konzernaufsichtsrats beginnt morgen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die ebenfalls einen Sitz im Aufsichtsrat hält, äußerte sich zunächst nicht, wie sie sich bei der Berufung der neuen Bahnchefin verhalten wird.
Während Palla vom Konzernaufsichtsrat berufen werden muss, muss Rompf vom Aufsichtsrat der DB InfraGo berufen werden.
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